HANS MOSER - Wie wir ihn lieben
  
  

 

 
Label: EMI Austria

Release: 2000

Von: Mephisto

Punkte: 8
 


Wer kennt ihn nicht, den alten, lieblichen, etwas schrulligen HANS MOSER? Auf dieser quasi "Best of" werden wir mitgenommen auf eine Reise auf dem Schaffensweg von Herrn MOSER - die bekanntesten Gassenhauer, wie etwa Brüderlein Fein, Die Reblaus oder auch die kongeniale Kofferszene aus Hallo Dienstmann (leider hat man das feine Duett mit Paul Hörbiger mit dem gleichnamigen Song nicht draufgepackt). Die Scheibe zeigt uns Wien von seiner traditionellen musikalischen Seite, Zitherspiel, Ziehharmonika und die nachdenklichen, melancholischen Texte (yeah, wenn das nicht die Roots des finnischen depri-metal sind!!! Außerdem singt Herr Moser mindestens so oft vom Saufen wie Kollege Laihalla von Sentenced, wenn nicht öfter...), souverän vorgetragen von Hans Moser. Ja, es vermag eben NIEMAND diese Lieder mit solcher Credibility darzubieten, wie es HANS MOSER tut - wenn Atrocity nur einen FUNKEN der Glaubwürdigkeit dieses Denkmals hätten, dann wäre ihre neue Witzscheibe in der Bewertung auch garantiert nicht abgestürzt wie eine Brieftaube mit Kinderlähmung. Was soll ich zu dieser Zusammenstellung noch viel sagen??? Es ist, wenn man jegliches Schubladendenken mal abstellt, einfach Kultur und als solche anzuerkennen. Moser ist und bleibt der King und alles was nach ihm kam sind nur mehr billige Imitate. Eine feine Scheibe und dafür bekommt der Godfather des Wienerliedes von mir 8 Punkte. Hoffentlich sucht mich jetzt nicht sein Geist heim bis ich eine 10 gebe. Mit schlotternden Knien schleicht von dannen - Mephisto--->