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Da legt man
als ahnungsloser Rezensent die CD ein und was passiert? Man wird
erschlagen mit progressiven Riffs und einer Stimme in der krummsten
aller Tonlagen. 7 Songs lang - plus Outro, geht es über 60 Minuten
in die Vollen, das so mancher Nachwuchsmusiker feuchte Augen bekommen
wird. Technisch sind die Herren Musiker sicherlich auf allerhöchstem
Niveau. Das dieses Faktum nicht unbedingt bedeutet, das die Musik
gut ist, sollte auch bekannt sein. Die Band definiert ihren Stil
zwar als progressiven Death Metal, was ja auch teilweise stimmen
mag, aber der Großteil der Songs pendelt eher zwischen Heavy und
tatsächlich grausam progressiven Death Metal. Der Heavy Anteil
der Musik ist sicherlich den recht eigenwilligen Vocals von Rob
Z. zuzuschreiben, der meist clean singt. Glücklicherweise auch
eher leise abgemischt, werden auch nur selten die Death Metal
typischen Growls auspackt. Zwischendurch wird mal ein Part nur
gefaucht, was ein wenig Abwechslung ins Spiel bringt. Abwechslung
ist auch gleich das Stichwort für die Musik. Der Songaufbau ist
zwar meist einem typischen Heavy Song ähnlich, doch die Riffs
an sich sind teilweise einfach nur mehr abgedreht und wirr. Das
Ganze scheint mir mehr gedacht als Musik für Musiker, denn so
richtig genießen lässt sich HAND OF DOOM nicht. Die sehr
seltenen Momente, wo man das Haupthaar schütteln könnte, währen
meist nur kurz und werden sogleich mit einem gefrickelten Solo
oder einem einfachen Riff und/oder einem "Untakt" am Schlagzeug
unterbrochen. Die Jungs wagen sich auch teilweise an Takte und
Riffs heran, die auch Meshuggah auf ihren Alben hätten verwenden
können. Das Können kann ihnen sicherlich niemand absprechen, aber
leider ufert es immer aus, was das Anhören sehr erschwert. Die
Musik ist alles andere als eingängig und definitiv kein "easy
listening". Das unterstreicht auch die Tatsache, mindestens 2
Solos pro Song einzubauen, wo die Gitarristen ihr Können zeigen
dürfen, was sie auch schamlos ausnutzen. Dieses Gefrickel und
die seltsamen Rhythmen sind es auch, die mir den Spaß an dieser
CD verderben, ist doch die Musik einfach zu sperrig und verwirrend.
Die Produktion ist, im Gegensatz zum Layout der CD, ganz gut und
lässt wenigstens hier Positives vermerken. Der Hohn erwartet einen
aber am Schluss der CD, wo man nach einer knappen Stunde progressivstem
Stoff noch ein Violinen Outro hören kann. Und nicht mal hier konnten
sich die Musiker zurückhalten und die Violine allein eine traurige
Melodie spielen lassen, nein, es muss natürlich eine akustische
Gitarre im Hintergrund sein, die wie schon vorher üblich, irgendwelche
verfrickelten Töne spielt die zwar dazu passen aber den letzten
Rest von Atmosphäre zerstören.
Fazit: Eher
was für Musiker, die noch was lernen wollen oder für völlig "Meschuggene".
Achtung, Leghasteniker, das war ein Wortwitz... ;)
Hand
Of Doom
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