Das
aus San Francisco, CA stammende Projekt HAMMERS OF MISFORTUNE
hat bereits eine Fangemeinde, welche die Band weithin im Untergrund
bekannt gemacht hat. Mit Mitgliedern aus Bands wie Gwar, L7,
Amber Asylum und Slough Feg kreieren sie einen Mix mit vielerlei
Einflüssen, welche der Band diesen speziellen Sound verleiht.
Der erste Track auf The August Engine
ist ein instrumentales Stück, das mal was anderes als das
Übliche hergibt. The Rainfall hingegen wartet
mit einem schaurigen Piano Part auf, das einen nahezu betäubt
und sich fühlen lässt, als müsste man geblendet
durch ein Labyrinth laufen. Die akustischen Gitarren und der
Gesang bei Insect führen den geneigten Hörer
erstmal auf eine falsche Fährte – im Vergleich zum
dem, was noch kommt. Ein kleines bisschen Rush und Pink Floyd
lässt sich ausmachen. Der Gesang erinnert mich an Stone
Temple Pilots trifft Neil Diamond. Dem Gitarrensound kann man
ebenfalls diverse Rush Einflüsse zuschreiben. Den weiblichen
Gesang allerdings mag ich nicht wirklich. Er klingt zwar zeitweise
recht einmalig sonderbar, verzerrt aber die Musik insgesamt.
Die Band könnte mit einem anderen Sänger / Sängerin
wesentlich mehr bieten. Die Gitarrenarbeit ist recht technisch
mit klangvollen Strukturen, die man schon in diesem Fall als
Trip Rock bezeichnen kann.
HAMMERS
OF MISFORTUNE könnten wesentlich mehr Aufmerksamkeit
auf sich ziehen, wenn sie sich von diesen Gesanglinien verabschieden
würden. Überraschend ist dennoch die außergewöhnlich
gute Produktion. Man kann alle Instrumente in perfekter Abmischung
hervorragend heraushören. Neben eingängigen Riffs
und rhythmischen Beats könnte die Band mehr aus sich herausholen,
wenn sie sich denn für eine Stilrichtung entscheiden könnte.
Trotz diverser Line-up Änderungen hat die Band ihren tighten
und melodischen Ansatz beibehalten. Dennoch weckt das Material
der Band nicht wirklich mein Interesse. Leute, die aber mal
was Ungewöhnliches hören wollen, sollten The
August Engine ruhig mal antesten.