HAMMERS OF MISFORTUNE – The August Engine 
 
Label: Cruz Del Sur
Release: 22.10.2003
Von: Jessie
Punkte: 3
Time: 43:02
Stil: Trip Rock
URL: HoM
 

Das aus San Francisco, CA stammende Projekt HAMMERS OF MISFORTUNE hat bereits eine Fangemeinde, welche die Band weithin im Untergrund bekannt gemacht hat. Mit Mitgliedern aus Bands wie Gwar, L7, Amber Asylum und Slough Feg kreieren sie einen Mix mit vielerlei Einflüssen, welche der Band diesen speziellen Sound verleiht. Der erste Track auf The August Engine ist ein instrumentales Stück, das mal was anderes als das Übliche hergibt. The Rainfall hingegen wartet mit einem schaurigen Piano Part auf, das einen nahezu betäubt und sich fühlen lässt, als müsste man geblendet durch ein Labyrinth laufen. Die akustischen Gitarren und der Gesang bei Insect führen den geneigten Hörer erstmal auf eine falsche Fährte – im Vergleich zum dem, was noch kommt. Ein kleines bisschen Rush und Pink Floyd lässt sich ausmachen. Der Gesang erinnert mich an Stone Temple Pilots trifft Neil Diamond. Dem Gitarrensound kann man ebenfalls diverse Rush Einflüsse zuschreiben. Den weiblichen Gesang allerdings mag ich nicht wirklich. Er klingt zwar zeitweise recht einmalig sonderbar, verzerrt aber die Musik insgesamt. Die Band könnte mit einem anderen Sänger / Sängerin wesentlich mehr bieten. Die Gitarrenarbeit ist recht technisch mit klangvollen Strukturen, die man schon in diesem Fall als Trip Rock bezeichnen kann.

HAMMERS OF MISFORTUNE könnten wesentlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn sie sich von diesen Gesanglinien verabschieden würden. Überraschend ist dennoch die außergewöhnlich gute Produktion. Man kann alle Instrumente in perfekter Abmischung hervorragend heraushören. Neben eingängigen Riffs und rhythmischen Beats könnte die Band mehr aus sich herausholen, wenn sie sich denn für eine Stilrichtung entscheiden könnte. Trotz diverser Line-up Änderungen hat die Band ihren tighten und melodischen Ansatz beibehalten. Dennoch weckt das Material der Band nicht wirklich mein Interesse. Leute, die aber mal was Ungewöhnliches hören wollen, sollten The August Engine ruhig mal antesten.