HAIKU FUNERAL – Nightmare Painting

 
Label: Aestethic Death
Release: 09.11.2012
Von: BRT
Punkte: 6.5/10
Time: 43:30
Stil: Dark Wave/Ambient/Industrial
URL: Haiku Funeral
 
William Kopecky ist ein Musiker der eher für Standbeine oder Ausflüge im Prog-Rock Lager bekannt ist (u.a. Kopecky, Pär Lindh Project und einige andere), mit HAIKU FUNERAL macht er also eine neue Baustelle auf, die ein komplett anderes Feld beackert.

Kopecky begibt sich auf Nightmare Painting auf eine Reise ins düstere Land des Dark Wave, des Industrial und des Ambient. Zwischendurch wird auch ein wenig gerockt, ohne Scheiß, eher zurückhaltend versteht sich. Fast durchgehend wird eine ziemlich düstere und beklemmende Atmosphäre erschaffen, die schon einen recht eigenen Charakter hat. Fies!

Musikalisch dominiert der Bass, der fast durchgehend verzerrt gespielt wird. Darüber liegen finstere Klangcollagen und eine leicht angezerrter, leicht flüsternder Sprechgesang, der mich eher an diverse Gestalten aus dem EBM-Bereich erinnert. Straight ist das nicht, und der Drumcomputer ist jetzt auch nicht so wirklich auf "tanzbar" eingestellt.

Keine Frage, HAIKU FUNERAL sind düster to the max, aber packen tut mich das jetzt nicht so richtig.
Sicher geht es hier nicht um Refrains, packende Melodien oder eine catchy Hookline, aber es bleibt nun mal auch nichts hängen. Ohne Frage, der Bass ist virtuos gespielt, die Klanglandschaften sind schön finster, aber das Gesamtbild bleibt eher blaß. Wahrscheinlich stört mich hier auch der belanglose Gesang, denn ohne diesen hätte man einen 1A Horror Soundtrack. So bleibt es doch eher ein Spoken-Word-Platte mit düsterer Orchestrierung.