Mit
den beiden in diesem Jahr veröffentlichten EPs Scenes
From A Lifeless Time (Februar) und Crimson Angel
(Juni) wurden GRIMBLADE bei uns bereits enthusiastisch
aufgenommen und rezensiert. Und es scheint, die Münsteraner
kennen kein Halten. Denn nur drei Monate später veröffentlichen
sie in Eigenregie ihre Debüt CD Trapped In The Dark,
welches bis auf zwei Songs der letzten EP komplett neues Material
enthält. Und das auf einem qualitativ recht hohen Level.
Schon dafür gebührt den Jungs Respekt!
An Energie und Spielfreude hat man keinen Deut eingebüßt,
ganz im Gegenteil, bei GRIMBLADE hat man immer das Gefühl,
auf einen Vulkan zu sitzen, der jeden Augenblick hochgeht.
Stilistisch hat man sich derweil weiter auf die melodische Death
Metal Schiene der Göteborg-Schule eingeschossen und so
wundert es kaum, dass die großen Vorbilder Dark Tranquillity,
In Flames oder wahlweise auch Children Of Bodom heißen.
Die Songs sind dicht, intensiv, ungemein kurzweilig und sprühen
nur so vor Energie und Spielfreude. Der Titeltrack Trapped
In The Dark und Never Ending Extermination sind mit
ihren eingestreuten Viking-Gesang-Parts ganz sicher die Highlights
des Albums. Ich mag aber auch den dezent genutzten weiblichen
Gesang bei Queen Of Darkness und Crimson Angel.
Ok, die Keyboards sind mir ein bisschen zu bombastisch.
Überhaupt wäre Trapped In The Dark ein
grandioses Album, hätte man dies alles nicht schon hundert
Mal gehört, wenn auch schon vor einer Dekade. GRIMBLADE
fehlt es leider noch immer an einer eigenständigen individuellen
Note, die Anleihen bei den Vorbildern sind übermächtig.
Dann gibt es da noch das Problem mit den synthetischen Drums,
die zwar kaum auffallen aber insgesamt sehr steril klingen.
GRIMBLADE werden früher oder später nicht um
einen Drummer Drumherum kommen, wenn man einen organischeren
Sound haben möchte und es live richtig krachen soll.
Vielversprechende Band mit enormem Potential. Augen draufbehalten!