Ja,
ja, ja! GOD DETHRONED schlagen wieder zu! Zwei
Jahre nach dem grandiosen The Lair Of The White
Worm servieren die Holländer mit The
Toxic Touch ihre nunmehr neunte Langrille, natürlich
ein weiterer Meilenstein im Death Metal (haben die jemals ein
schwaches Album abgeliefert?) und hinterlassen erwartungsgemäß
nichts anderes als verbrannte Erde und zermalmte Nackenwirbel.
Grundsätzlich hat sich natürlich nicht viel geändert,
aber es scheint, das GOD DETHRONED mit jedem
weiteren Album mehr Gefallen an dem finden, was sie da tun.
The Toxic Touch klingt noch einen
Tick spielfreudiger, noch ein bisschen harmonischer und perfekter
in seinen Songstrukturen, noch punktgenauer, was Brutalität,
Melodie und Riffing angeht.
Los geht’s mit dem Intro Faithless, welches etwas
holperig zu Hating Life überleitet, bereits ein
Hammersong mit markantem Riffing, das einem sofort ins Ohr geht!
Ebenfalls einen hohen Wiedererkennungswert und Mitsingfaktor
hat Falling Down. Auffällig ist, das man auf The
Toxic Touch zunächst auf das Gaspedal tritt
und alle schnellen Songs an den Anfang gepackt hat, dann aber
mit dem sechsten Song The Day You Died die melodiösen
Aspekte entdeckt, welche die Songs in die Nähe von Arch
Enemy rücken. Brutalität gepaart mit nem Wahnsinns
Groove und unglaublicher Energie! Mit Away From Emptiness
gibt es mittendrin ein reines Instrumental, das zunächst
akustisch beginnt, dann in ein nahezu episches Soundgewand übergeht,
dem ein grandioses Solo drüberlegt wird. Macabre World
zerstört danach erst mal gründlich die etwaig entstandene
heimelige Atmosphäre mit ein paar schnellen Parts, und
enthält quasi als Quintessenz alle klassischen GOD
DETHRONED Elemente. Typhoid Mary wiederum
entpuppt sich als geniale Hymne und hat sich im Handumdrehen
zu meinem Lieblingssong entwickelt.
The Toxic Touch ist ein schweinegeiles
Meisterwerk, abwechslungsreich, gut ausbalanciert zwischen schnellen
und Midtempo-Passagen, rhythmusbetont und somit heavy und groovy
bis zum abwinken. Der Hammer! \m/