GOD DETHRONED – The Toxic Touch

 
Label: Metal Blade
Release: 20.10.2006
Von: Dajana
Punkte: 9.5/10
Time: 39:20
Stil: Death Metal
URL: God Dethroned
 
Ja, ja, ja! GOD DETHRONED schlagen wieder zu! Zwei Jahre nach dem grandiosen The Lair Of The White Worm servieren die Holländer mit The Toxic Touch ihre nunmehr neunte Langrille, natürlich ein weiterer Meilenstein im Death Metal (haben die jemals ein schwaches Album abgeliefert?) und hinterlassen erwartungsgemäß nichts anderes als verbrannte Erde und zermalmte Nackenwirbel.
Grundsätzlich hat sich natürlich nicht viel geändert, aber es scheint, das GOD DETHRONED mit jedem weiteren Album mehr Gefallen an dem finden, was sie da tun. The Toxic Touch klingt noch einen Tick spielfreudiger, noch ein bisschen harmonischer und perfekter in seinen Songstrukturen, noch punktgenauer, was Brutalität, Melodie und Riffing angeht.
Los geht’s mit dem Intro Faithless, welches etwas holperig zu Hating Life überleitet, bereits ein Hammersong mit markantem Riffing, das einem sofort ins Ohr geht! Ebenfalls einen hohen Wiedererkennungswert und Mitsingfaktor hat Falling Down. Auffällig ist, das man auf The Toxic Touch zunächst auf das Gaspedal tritt und alle schnellen Songs an den Anfang gepackt hat, dann aber mit dem sechsten Song The Day You Died die melodiösen Aspekte entdeckt, welche die Songs in die Nähe von Arch Enemy rücken. Brutalität gepaart mit nem Wahnsinns Groove und unglaublicher Energie! Mit Away From Emptiness gibt es mittendrin ein reines Instrumental, das zunächst akustisch beginnt, dann in ein nahezu episches Soundgewand übergeht, dem ein grandioses Solo drüberlegt wird. Macabre World zerstört danach erst mal gründlich die etwaig entstandene heimelige Atmosphäre mit ein paar schnellen Parts, und enthält quasi als Quintessenz alle klassischen GOD DETHRONED Elemente. Typhoid Mary wiederum entpuppt sich als geniale Hymne und hat sich im Handumdrehen zu meinem Lieblingssong entwickelt.
The Toxic Touch ist ein schweinegeiles Meisterwerk, abwechslungsreich, gut ausbalanciert zwischen schnellen und Midtempo-Passagen, rhythmusbetont und somit heavy und groovy bis zum abwinken. Der Hammer! \m/