Das Label
Bastardized Recordings hatte mich letztens schon mit dem Release
der Japanische Kampfhörspiele CD begeistert, und dementsprechend
groß war natürlich Erwartung und Neugier meinerseits
bei der GLASS CASKET CD.
Naja, als ich das Dingen in den Händen hielt, war mein
erster äußerlicher Eindruck (und der Eindruck denn
das Info vermittelte): Na super, Metalcore ... (überflüssigster
Hype, den man genauso gut Death Metal nenne könnte, aber
das ist ja so was von uncool).
Aber im Gegensatz zu den ganzen anderen Bands die ihre Metal
/ Hardcore – Crossover Grütze mit furchtbar pathetischen
pseudo-melodischen Clean-Vocals und Göreborg / At The Gates
– Gitarren aufpolieren, gibt es bei GLASS CASKET
permanent was auf die Fresse. Hier ist nicht Killswitch Engage
oder Caliban Gemoshe, sondern eher die „Bulldozer/ Wir
walzen alles Platt“ Schiene gefragt. Fiese Kreisch-Vocals
wechseln sich mit finsterstem Gegrunze ab, Chugga-Chugga Gitarren
spielen fangen mit ultraschnellem Grindcore-Gebolze und die
Death Metal Gitarren, die dann mal nach Göteborg klingen,
sparen sich wenigstens die Kinderlied Melodien. Das ganze ist
äußerst abwechslungsreich und spannend gemacht, aber
bis zum Anschlag aggressiv.
Wer mal Ruhepausen braucht, der sollte lieber andere Sachen
hören. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, und bei
Bands wie neueren Botch, späten Coalesce und älteren
Converge schon den Nackenmuskelkater spürt, der muss hier
zugreifen. 8,5 Punkte.