Ghost Machinery – Haunting Remains
 
Label: Sound Riot Records
Release: 03.12.2004
Von: Psycho
Punkte: 3,5
Time: 01:03:48
Stil: Melodic Power Metal
URL: Ghost Machinery
 

Nichts neues aus Finnland: Burning Point-Mainman Pete Ahonen hat anscheinend einen ausufernden Beschäftigungsdrang und musste daher zusammen mit den Wildcard-Musikern Tapsa Pelkonen und Jussi Ontero auch noch GHOST MACHERINY gründen, um noch mehr melodiösen Power Metal auf die Welt loszulassen. Herausgekommen ist dabei Haunting Remains, ein Album, das mich wirklich vom ersten bis zum letzten Ton zu langweilen verstand.
Das fängt schon beim Opener World Of Unbelievers an, der mit 1000mal gehörten Melodien und dem sattsam bekannten (hohen) Satzgesang aus dieser Branche aufwartet; alles natürlich kitschig-bonbonfarben süß und mit vielen „epischen“ Keyboards angereichert. Ich fühle mich unangenehm an Bands wie Stratovarius, Rhapsody o.ä. erinnert, auch wenn GHOST MACHINERY manchmal einen etwas erdigeren 80er-Jahre-Einschlag aufweisen. Trotzdem, mit diesem Stil konnte ich, bis auf die ersten beiden Helloween und die erste Angel Dust, noch nie etwas anfangen. Das zweite Stück Blinded Eyes schlägt in etwa in die gleiche Kerbe, nervt mich aber zusätzlich mit seinem getriggerten Bassdrum-Sound, der einfach nur unglaublich synthetisch klingt.
Im weiteren Verlauf bietet man dann die gesamte Palette dessen, was diese Musik für mich so unsäglich macht: pathetische Rocker (Temples Of Gold), pathetische Balladen (Dreamworld) und pathetische Uptempo-Nummern (Heaven Or Hell), alle mit den ewig gleichen Trademarks versehen und daher für mich eigentlich unhörbar. Aber man kämpft sich ja in journalistischer Mission da durch und entdeckt somit kurz vor Schluss noch eine Cover-Version von Gary Moore’s Out In The Fields, bei der aber Ville Laihiala (Sentenced) an dem lieblos runtergespielten Stück auch nicht mehr viel retten kann.
Fazit: handwerklich eine saubere Sache (spielen können die Jungs!), aber musikalisch absolut nicht mein Fall und aus meiner Sicht wirklich erschreckend unoriginell. Menschen mit einem völlig anderen Geschmack als dem meinen könnten Haunting Remains allerdings auch ganz toll finden...