Hach…
ein Album, das allen Weltenschmerz umschließt und das
Herz weinen lässt. Zum sterben schön! DAS können
nur Finnen sein! Sind sie auch. Tatsächlich waren mir GHOST
BRIGADE bis dato unbekannt. Gegründet 2005, haben sie
neben dem Demo und dem Debüt Guided By Fire
auch noch nicht so viel von sich hören oder sehen lassen.
Aber dafür nimmt das Zweitwerk Isolation Songs
sofort gefangen, geht unter die Haut, berührt die Seele,
verführt zum träumen und zum heulen. Alle Emotionen.
Eine Achterbahn der Gefühle!
Nur hätte man dieses musikalische Kleinod besser im Herbst
veröffentlicht, damit sich seine melancholische Pracht
optimal entfalten kann.
Jeder Song bleibt unweigerlich im Gehörgang stecken, schmeichelt
mit klarem Gesang wie bei My Heart Is A Tomb, Into The Black
Light (einfach grandios - Gänsehaut pur!) oder Secrets
Of The Earth oder donnert mit gnadenloser Härte und
harschen Growls aus den Boxen wie beim Opener Suffocated
oder Lost In A Loop (birgt auch noch wunderbare Cello-Melodien).
22:22 Nihil hingegen kommt ganz ohne Gesang aus, ist
kein bisschen weniger intensiv und auf gleich hohem Niveau wie
Bands a lá Leech oder Long Distance Calling. Birth
wiederum ist ein 9 Minuten Monolith mit bezaubernden Piano Parts.
Trotz seiner Vielfalt fließt Isolation Songs.
Allen Songs gemein sind die eingängigen Refrains und treibenden
Gitarrenmelodien, die man nicht mehr so schnell aus dem Kopf
bekommt. Alles verpackt ein einer unglaublich wuchtigen Produktion.
GHOST BRIGADE bewegen sich irgendwo zwischen alten Paradise
Lost, Katatonia, Swallow The Sun und ganz viel Amorphis mit
einer dezent progressiven wie melodischen Death Metal Note.
Isolation Songs ist Meisterwerk der Melancholie
das süchtig macht!