Musik kann Seelen zerrütten, Musik kann deprimieren und dennoch faszinierend sein. GATEWAY wühlen dich mit ihrer zähen Langsamkeit und monotonen Riffs innerlich zutiefst auf und ziehen dich in lichtlose Tiefen hinab, kein Hoffnungsschimmer erreicht die karge, unwirtliche Umgebung und nihilistische Schwärze regiert die Welt.
Die vier Stücke strahlen eine monolithische, tiefgehende Anziehungskraft aus, nur darf man sich keine Stimmungsaufhellung erwarten. Es ist, als würden die Musiker eine Antithese zu rührseligem Folk oder gutgelauntem Punk erschaffen wollen – nichts, aber auch gar nichts an melodischer Harmonie oder Refrains bzw. Hooklines zum Festhalten geleiten den Hörer durch die Finsternis, nur fieses Röcheln und Viskoseriffs prägen die beklemmende Aura. Nur vereinzelt lockern schnelle Ausbrüche das knochentrocken schwelende Klangkonstrukt auf.
Partytiger und Gute-Laune-Fetischisten werden das Weite suchen, doch Verehrer von Funeral Doom werden sich in die spröden Klanglandschaften fallen lassen und den Aufenthalt in der dunklen Tristesse genießen.