GANGRENATOR – Tales From A Thousand Graves

 
Label: Apocalyptic Empire Records
Release: März 2010
Von: the.wangacopta
Punkte: 6.5/10
Time: 24:48
Stil: Death Metal/Grindcore
URL: Gangrenator
 
Wer hinter Tales From A Thousand Graves einen Amorphis Abklatsch vermutet ist mal komplett falsch gewickelt. Die örtliche Nähe zu Finnland ist zwar gegeben, GANGRENATOR sind über Norwegen und England verstreut, mit dem früheren Death Metal der Finnen hat diese Combo aber mal gar nix am Hut. Grinding Death Metal from the grave klingt da schon um einiges treffender.
Seit 2005 kratzen die 4 Freaks von ehemals Dodheimsgard und einigen weiteren, unbekannten, Bands, schon am Sargdeckel. Rausgekommen ist dabei bisher allerdings nur das 2008er Demo Imminent Gangrene und diese Scheibe hier. Gut Ding will ja auch bekanntlich erst mal vor sich hinrotten, möchte man meinen. Dafür gibt’s in den 13 Tracks den krassen Gegensatz zum langsamen Verfall, nämlich heftige Death/Grind-Eruptionen die in den sehr knapp bemessenen 25 Minuten Spielzeit dem Hörer so einiges abverlangen und die Nervenstränge teilweise strapazieren. Auf das Grab und alles das was da raus kommt, legen GANGRENATOR besonderen wert. Auch auf dieselben Track Charakteristika. Das Death Metal Riff wird mit tödlicher Sicherheit durch ne Grind-Einlage abgelöst. Dazu gibt’s die obligatorischen Ghoul, Horror und Ich-Erschreck-Dich Sequenzen, letztere u.a. auch durch unkonventionelle und schräg gespielte Soli. Ein richtiges Highlight hat diese Scheibe aber auch zu bieten: die Vocals. Die richtig geil aggressiv rausgebellten Vocals kommen den der frühen Pestilence Releasen verdammt nahe. Das Pfund haben auch GANGREANTOR für sich erkannt und drücken die Vocals gerne auch mal dual durch Audioausgang – und dann wird’s richtig fett. Ansonsten gilt meine Empfehlung: Tales From A Thousand Graves sollte man einfach aufnehmen und laufen lassen, dann macht man wenig verkehrt.