Ein
recht eigenwilliges Demo erreichte mich aus Portugal. The
Astounding Dawn ist das erste veröffentlichte
Demo des Duos EMBRACING WINDS, welches 2001 gegründet
wurde. Musikalisch hat man sich dem Ambient / Dark Metal verschrieben.
Im Intro oder einführenden Instrumental Secret Passage
To The Main Gallery dominieren klassische Instrumente wie
Bratsche und Cello. Im Hintergrund fließen behutsam Keyboardklänge
ein, die teilweise dezente Disharmonien erzeugen. Zum Ende hin
fließen Klangspiele ein, die einen leicht asiatischen Touch
besitzen, um dann direkt in den ersten Song This Magic Land
überzugehen. Dieser Track ist so was wie der Wermutstropfen
auf diesem Demo. Totalausfall würde ich es allerdings noch
nicht nennen. This Magic Land krankt an allen Ecken;
die Produktion ist blass, wie nur irgendwas, die vom Keyboard
erzeugten Soundteppiche fließen beinahe wortwörtlich
weg und der Gesang von Margarida de Moura scheint völlig
fehl am Platze zu sein. Der Rest an Gitarren oder der Rhythmussektion
geht total unter.
Viel besser wird es mit Transparent And Wild. Die Produktion
bekommt Substanz und die Instrumente klingen deutlich differenzierter.
Ein Song voll mystischer Schönheit. Mein persönlicher
Favorit. Und plötzlich harmoniert auch der weibliche Gesang
vollends mit den Arrangements. Allerdings fließen zu dem
eher klassisch mystischen Hauptteil am Ende moderne Ambient Klänge
ein, die verwirren und nicht recht passen wollen. Bei Astounding
Dawn folgt man diesen Pfaden. Bezaubernde Piano Klänge
und dramatische Gesangslinien verbreiten eine düster melancholische
Atmosphäre. Inzwischen kommen auch die Gitarren klar zur
Geltung, die einen typischen Metal Einschlag haben. Nur das Schlagzeug,
das offensichtlich aus der Konserve kommt, vermag überhaupt
keine Akzente zu setzen. Gleiches gilt für den Bass. Wie
bei allen anderen Tracks auch, geht dieser Song fließend
in den nächsten über. Allerdings gibt es thematisch
kaum unterschiede zwischen Astounding Dawn und The
Vision. Lediglich das Keyboard rückt mehr in den Hintergrund
und die Gitarren dominieren.
Der zweite Teil des Duos Pedro Oliveira ist hauptsächlich
für die Instrumentierung zuständig und nur recht selten
durch Sprechgesang zu vernehmen. Im Outro Haunted Wind
lässt man dann noch verhalten mittelalterliche Klänge
einfließen.
Fazit:
The Astounding Dawn ist ein recht gelungenes
und vor allem vielversprechendes Debüt. Natürlich mit
diversen – hauptsächlich porduktionstechnischen - Mängeln,
die sich aber beheben lassen sollten. Die musikalische Ausrichtung
hat etwas eigenes und wird sicher nicht im typischen Gothic /
Dark Metal Einheitsbrei untergehen. EMBRACING WINDS
arbeiten derzeit an ihrem ersten full-length Album. Man darf gespannt
sein ...
Embracing
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