Seit
2001 existieren DUSTEROID und spielen Stoner Rock im
Windschatten Orange Goblins und Monster Magnets. Ein Hauch Black
Sabbath, Big Elf und Danzig dazu, und ab geht die ruppige, polternde
Reise. Songs im Midtempo angesiedelt, ein wenig an der Produktion
gespart und alles klingt schön authentisch. Manchmal hängt
der Gesang zu weit im Hintergrund und bleibt nebelhaft verschwommen:
aber mal ehrlich, bei dieser Art von Musik will man doch keinen
Schönheitspreis für einen lupenreinen Klang gewinnen?
Deshalb darf es scheppern und ächzen und rumpeln: Hauptsache
die Melodien stimmen, die unterschwellige Power ist da, und
die Band klingt nicht zu sehr wie Dave Wyndorf und Kollegen
mit Magengrimmen.
Alles Bedingungen,
die DUSTEROID erfüllen. Innovativ ist auf Tyrannosonor
gar nichts, aber wie die Band aus London mit den bekannten
Versatzstücken umgeht macht Spaß. Natürlich
ist noch Luft nach oben, der Weg kann ruhig weiter in eigenständige
Gefilde führen, aber was das rührige Trio aus dem
klassischen Gitarre-Bass-Drums-Gesang rausholt, ist ein ordentliches
musikalisches (Heim)-Bankett in ansprechender grafischer Digi-Verpackumg.
Es brennen keine
Hexen, stattdessen zerschmilzt eine ganze Stadt im Lavaregen.
Ganz so apokalyptisch ist der Soundtrack dazu nicht, aber
DUSTEROID geben sich ordentlich Mühe, dass die
Lava nicht erkaltet, sondern sprudelt. Wer Orange Goblin und
die kantigeren Stücke Monster Magnets mag, auf Keyboards
verzichten kann, der dürfte sich mit dem Tyrannosonor
wohlfühlen.
|