Einer,
wenn nicht sogar DER begnadetste Sänger im gesamten Metal-Bereich
meldet sich zurück. Nachdem DEVIN TOWNSEND
mit dem 2001er Meilenstein Terria
quasi Pink Floyds Division Bell
im Metal-Sound ertönen ließ und gleichzeitig den
Hörer mit komplexen Arrangements fernab von Songstrukturen
forderte, bietet der Kanadier mit seinem neuen Output wieder
leichter verdauliche - wenn auch nicht minder qualitative
- Kost. Obwohl uns Mr. Townsend erst kürzlich noch in
Form des etwas schwachen Strapping Young Lad Outputs marterte
folgt nun das schon sehnlichst erwartete fünfte Solo-Album
des Multitalents, welches nun, unterstützt durch neue
Mitstreiter, in Form der DEVIN TOWNSEND BAND
erscheint.
Bereits
der Opener Depth Charge gibt die Marschrichtung für
die nächsten 54 min Hörerlebnis vor: fetter Sound,
tolle Atmosphäre, spacige Keys – und darüber
dieser göttliche Gesang, der den kanadischen Ausnahmemusiker
so einzigartig macht. Und mit dem nachfolgenden Storm
ist auch gleich der erste Überflieger vertreten, der
in Form eines herausragenden Refrains gleichzeitig Gänsehaut,
Traurigkeit und Hoffnung erzeugt, während TOWNSEND
alle Geschütze seines gesanglichen Spektrums auffährt.
Dass aber noch lang nicht das ganze Pulver verschossen ist,
zeigen auch die nachfolgenden Tracks, die allesamt eine perfekte
Melange aus Metal, Rock und Pop aufweisen, gleichzeitig aber
immer wieder einfach nach DEVIN TOWNSEND
klingen. Die schönsten Songs sind meiner Meinung nach
die beiden an Ocean Machine (erstes
Soloalbum – Anm.) anknüpfenden Abschlusstracks
- Sunday Afternoon besticht durch den intensiven
Background-Chor und ein prägnantes Rock-Riff, während
Slow Me Down einen Pop-Metal-Kracher par excellence
darstellt.
Ein Album,
welches zum Träumen anregt und in keiner Sammlung fehlen
sollte. Und wer mit DEVIN TOWNSEND bislang
nicht in Berührung kam, sollte es mit Accelerated
Evolution spätestens jetzt tun!
Die limitierte Version ist übrigens als edles Digipack
mit Bonus-CD erwerbbar...