DREAMTALE – Difference

 
Label: Spinefarm Records
Release: 21.03.2005
Von: Reverend
Punkte: 8,5/10
Time: 47:09
Stil: Heavy Metal
URL: Dreamtale
 

Ein Review über Difference von der finnischen Power Metal Band DREAMTALE zu schreiben ist ein wenig seltsam für mich, da es einige schwere Veränderungen in der Band gab: Der Sänger Jarkko Ahola und Esa Orjatsalo, der zweite Gitarrero, haben die Band bereits kurz nachdem das Album aufgenommen wurde verlassen. Nun, das wäre noch kein so großes Problem wenn das Album schlecht wäre, das ist es jedoch (leider?) nicht. In der Tat ist es sogar eines der frischesten Power Metal Alben, das ich nach Jahren voller langweiligem Retro-Kram gehört habe. Difference bietet exzellentes Songwriting und eine großartige Produktion von Timo Tolkki. Der Gesang von Jarkko Ahola unterscheidet sich sehr stark von den typischen Power Metal Kastratengesängen und ich bin mir ziemlich sicher, dass er ein beliebter Metalsänger geworden wäre, wenn er seine Position in der Band behalten hätte. Mit ihrem dritten Album, Difference, wollte die Band ihre Beliebtheit durch Verbesserung ihrer musikalischen Qualitäten, der Produktion und des Songwritings vergrößern. Obwohl dieses Experiment erfolgreich war ist es für mich unmöglich vorherzusagen, wie es mit weiteren Alben aussehen wird. Die Musik ist irgendwo vergleichbar mit den alten Werken von Stratovarius (mit Timo Tolkki als Sänger). Die Songs sind vielleicht ein bisschen mehr auf den Punkt gebracht, ein bisschen roher und sehr eingängig. Chöre bringen das Blut in Wallung und eine positive Art von Aggression, die zwischen den naiven, aber bewegenden Gesangslinien durchscheint, greift nach der Aufmerksamkeit des Zuhörers. Speziell die etwas epischeren Songs in der Mitte des Albums sind sehr verschieden von dem, was wir allgemein als finnischen Power Metal kennen, und klingt sehr vielversprechend. Trotzdem wird Difference entweder das erste und letzte eindrucksvolle Dokument einer jungen und aufstrebenden Metal Band bleiben, die sich aufgrund persönlicher Probleme selbst ins Aus katapultiert hat, oder aber, wer weiß: Vielleicht kriegen wir ja doch noch eine gute Scheibe. Ich weiß es nicht, also fasse ich mich kurz und belasse es bei dieser kurzen Seitennotiz und der Vorstellung eines schönen Stückes Musik vor dem Hintergrund einer etwas verstörenden internen Situation einer Band, die entweder berühmt werden oder aber unbeachtet bleiben wird.