Eindrucksvoll
präsentiert sich diese Eigenproduktion der Deutschen,
die ihr Werk selbst als Fast and Epic Pagan/Black Metal deklarieren,
bereits durch das äußerst professionelle Layout,
stilecht in schwarz/weiß gehalten, mit beeindruckenden
Bildnissen des Spiels der Naturgewalten und überaus poetischen
Texten geschmückt, die man auf jeden Fall gelesen haben
sollte. Von eben diesen versteht man akustisch recht wenig,
da die Stimme bei dieser ansonsten recht ansehnlichen Produktion
leider etwas unter die Gitarren geraten ist. Schade eigentlich,
reicht die Palette der dargebotenen Sangeskunst doch von hohem
Kreischgesang über mehrstimmige Schlachtgesänge
bis hin zu geheimnisvollem, man möge fast meinen beschwörendem
Flüstern - bei insgesamt acht Mitgliedern, welche die
Formatierung zählt, sind die Möglichkeiten einer
äußerst atmosphärischen Darbietung in dieser
Hinsicht natürlich wesentlich vielfältiger. Melodische,
schnelle Gitarren rollen drohend heran wie gischtschäumende
Wogen auf stürmischer See... jedoch nicht, um an den
Klippen zu zerschellen, sondern vielmehr, um diese in ihrer
Gewaltigkeit in Stücke zu reißen. Bilder von in
dunkler Nacht über den Ozean gleitenden Drachenbooten
erscheinen vor dem inneren Auge des Hörers, laden doch
epische Intros bzw. mit akustischer Gitarre und Flöte
Dargebotenes wie beispielsweise der Track Framentanz
sowie Epilog: Die Tore der Nacht zum Träumen
ein.
Fazit:
Mit diesem unvergleichbaren Werk hat eine junge deutsche Band
eine Eigenständigkeit bewiesen, wie es sie heutzutage
leider nur noch sehr, sehr selten gibt - es ist, als fühlte
man das Blut unserer Ahnen förmlich in den Venen brodeln...