DRAUTRAN Unter dem Banner der Nordwinde

 
Label: Eigenproduktion
Release: 2000
Von:  
Punkte: -/-
Time: 37:50
Stil: Pagan/Black Metal
URL: Drautran
 

Eindrucksvoll präsentiert sich diese Eigenproduktion der Deutschen, die ihr Werk selbst als Fast and Epic Pagan/Black Metal deklarieren, bereits durch das äußerst professionelle Layout, stilecht in schwarz/weiß gehalten, mit beeindruckenden Bildnissen des Spiels der Naturgewalten und überaus poetischen Texten geschmückt, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Von eben diesen versteht man akustisch recht wenig, da die Stimme bei dieser ansonsten recht ansehnlichen Produktion leider etwas unter die Gitarren geraten ist. Schade eigentlich, reicht die Palette der dargebotenen Sangeskunst doch von hohem Kreischgesang über mehrstimmige Schlachtgesänge bis hin zu geheimnisvollem, man möge fast meinen beschwörendem Flüstern - bei insgesamt acht Mitgliedern, welche die Formatierung zählt, sind die Möglichkeiten einer äußerst atmosphärischen Darbietung in dieser Hinsicht natürlich wesentlich vielfältiger. Melodische, schnelle Gitarren rollen drohend heran wie gischtschäumende Wogen auf stürmischer See... jedoch nicht, um an den Klippen zu zerschellen, sondern vielmehr, um diese in ihrer Gewaltigkeit in Stücke zu reißen. Bilder von in dunkler Nacht über den Ozean gleitenden Drachenbooten erscheinen vor dem inneren Auge des Hörers, laden doch epische Intros bzw. mit akustischer Gitarre und Flöte Dargebotenes wie beispielsweise der Track Framentanz sowie Epilog: Die Tore der Nacht zum Träumen ein.

Fazit: Mit diesem unvergleichbaren Werk hat eine junge deutsche Band eine Eigenständigkeit bewiesen, wie es sie heutzutage leider nur noch sehr, sehr selten gibt - es ist, als fühlte man das Blut unserer Ahnen förmlich in den Venen brodeln...