Bombastisches
Schlachtenintro, black-metallisches Geholze, epischer Aufbau
und reichlich symphonische Untermalung... und dann wieder party-folkiges
Pagan-Metal Einerlei, aufgeblasen mit jeder Menge Chören...
Man könnte meinen, das sich DRAUGR nicht entscheiden
können, was sie eigentlich wollen.
Erinnert der erste Song The Vitulean Empire noch in Ansätzen
an Moonsorrow, werden für L'Augure e il Lupo direkt
mal die Turisas ausgebuddelt, dann hört man hier mal Equilibrium,
dort Finntroll und so weiter könnte man die Liste im Laufe
der Platte weiterführen. Eine Linie oder geschweige denn
Atmosphäre bekommen DRAUGR in ihre überfrachteten
und überladenen Songs nicht hinein.
Klar, De Ferro Italico ist dermaßen vollgepackt
mit schmissigen eingängigen Melodien, Historio-Sandalenfilm-Intros
und eingestreuten fast schon partykompatiblen Methorn-Songs,
verkommt aber mit zunehmender Spielzeit immer mehr zu einem
Pagan/Viking-Metal Sampler, auf dem Nachwuchsbands ihren Helden
huldigen.
Eigenständigkeit oder gar straffe Songs sind hier definitiv
Mangelware. Weniger Ideen in die Songs zu packen, wäre
definitiv die bessere Idee gewesen.
Sicherlich ist De Ferro Italico keine schlechte
Platte, technisch einwandfrei, gut produziert, aber bei dem
Überangebot an Pagan/Viking/Folk-Metal Bands muß
ich leider dazu empfehlen eher zu den Originalen zu greifen.