DOPED NOMAD - Red
 

Label: Eigenproduktion

Von: Hoschi

Männer- / Frauengesang geht nicht, ohne daß es sich schmalzig oder nach alten Theatre Of Tragedy kling? "Geht nicht, gibt's nicht!", wie die Wiener Band DOPED NOMAD auf ihrer CD Red beweisen. Die sechs Songs auf der Promoversion ihrer CD (in der endgültigen Version werden es 14 sein), lassen auf jeden Fall den Schluß zu, daß man zwar zu der ein oder anderen Band geschielt hat als man die Songs komponierte, aber nirgends auf Teufel komm raus kopiert hat. Es finden sich zwar hier und da Anleihen von The Gathering oder ein Wink von der schwedischen Schule, aber nie kommt es einem so vor, das es wie Band X oder Y klingt. Sich selbst beschreibt die Band als "Powerful-Melodic-Metal", was die Sache aber nur halb trifft. Zumindest in den Grunz-Passagen (wobei diese sich oft mit cleanen Passagen überschneiden) gehen DOPED NOMAD schon recht heftig zu Werke, verlieren aber trotzdem nie den melodischen Touch. Die cleanen Frauengesangsparts ergänzen sich dann auch sehr gut mit den heftigen Parts, da man sie nicht einfach nebeneinander gestellt hat, sondern sie sich immer wieder überschneiden, so ergänzen und gegenseitig hochschaukeln. Soundtechnisch klingt das Ganze dann auch ohne irgendwelche Mängel aus den Boxen und so kann man nur gespannt sein, ob die restlichen 7 Songs das hohe Niveau der ersten 6 halten können. Fans von abwechslungsreichem, melodischem Death, gepaart mit Power/Gothic Elementen, sollten hier zuschlagen. Kontakt: dopednomad@chello.at, Matthias Wick, Diesterweggasse 28a, 1140 Wien, Österreich.

Doped Nomad