DOOMFOXX – s/t

 
Label: Armageddon Music
Release: 17.10.2005
Von: Snake
Punkte: 9/10
Time: 44:56
Stil: Hard Rock
URL: Doomfoxx
 

Ja, die Plattenfirma sagt ausnahmsweise mal die Wahrheit. Das ist ganz offensichtlich purer Rock. Hier geht es ganz klar zur Sache. Und das ist sogar noch eine Untertreibung, oder? Nun ja, versteht mich nicht falsch. Ich würde niemals zulassen, dass eine Schwester von mir einem dieser Kerle begegnet. Ich zitiere: "We gonna love her, f*** her, share her with our brother..." Heiliger Bimbam... Glücklicherweise hab ich aber keine Schwestern, also was soll's?
Wow, diese Stimme ist zeitweilig wirklich irgendwie abstoßend. Hört es euch das mal an und dann sagt mir, ob dieser Gesang wirklich noch ganz menschlich ist. Ich habe sowas noch nie zuvor gehört, obwohl ich ja schon viel Iron Maiden, Wolfsbane, Roger Chapman und AC/DC gehört hab. Okay, vielleicht übertreibe ich. Mag sein, dass ich diese gewisse Nacht bei Vollmond erwähnen sollte, als ein gruseliges Geräusch aus dem Schutz der Dunkelheit erklang und ich einen Stein danach warf, ehe ich eiligst heimwärts schnellte… Ich hasse diese gemein klingende Stimme und mir ist klar, dass ich es liebe, sie zu hassen. Ich bin gefesselt von der Faszination eines Sounds, der mindestens so schmutzig klingt, als sei da ein Zuhälter in einem Chevrolet Corvette mit 300 PS und löchrigem Auspuff unterwegs.
Der Opener Pure Platinum hat mich völlig umgehauen. Er gemahnte mich an Boxen ohne Handschuhe. Ich nur deshalb eine Pause in der Dauerrotation eingelegt, weil wir hier aufgrund überwältigendre Schneemassen zwei Tage ohne Elektrizität waren. Pure Platinum ist auf dem DOOMFOXX Debüt definitiv mein Lieblingssong, aber ich mag auch andere Songs, speziell Piece Of Me and Sweatheart Of The Troops. Stuart McKie besitzt eine höllische Stimme und weiß sie einzusetzen. Er klingt ehrfurchtgebietend und enorm unrasiert und insbesondere bei den langsameren Stücken hübsch dreckig.
Dieses Album ist wie eine Schlampe. Es will um jeden Preis beeindrucken und das tut es auch. Da ist kein Zögern und keine Verniedlichung. Ihr könnt es schlecht machen, aber nicht ignorieren und auch wenn ihr nicht davon angezogen sein wollt, packt es euch.

Hört es euch an und ihr werdet nicht mehr nur überredet, sondern überzeugt sein. Jau, das ist eine klare Empfehlung und überdies schuldet ihr mir dafür jeder ein Bier. Gebt es mir aus, wenn wir uns bei ihrem nächsten Live-Konzert treffen. Ich rechne mal damit, dass ich dann wohl in Bier schwimmen kann. Prost.