Der
berühmte Gitarrist TIM DONAHUE, der sich
bereits mit seinem letzten Album Into The Light
(feat. Kelly Hansen) einen Namen im Prog-Metal gemacht hat, hat
zusammen mit James LaBrie von Dream Theater als Sänger auf
allen Tracks eine neue Platte aufgenommen. Diejenigen von Euch,
die mein Review von der letzten Dream Theater Scheibe gelesen
haben, erinnern sich vielleicht, dass ich gesagt habe, dass ich
mich sehr über ein neues Mullmuzzler (James’ Soloprojekt)
Album freuen würde, da das aktuelle Dream Theater Output
nicht so gut war wie es hätte sein können. Es ist immer
schön, wenn man an sich auf vorherige Reviews berufen kann,
um Aussagen zu untermauern oder neue Schlüsse zu ziehen,
und genau das werde ich hier tun. Madmen & Sinners
klingt schon so ähnlich wie Train Of Thought von Dream Theater,
mit der Ausnahme, dass TIM DONAHUE einige Killer-Songs
geschrieben hat und sehr viele verschiedene Stile auf dem Album
vertreten sind, die es interessanter und ambitionierter klingen
lassen. Es beginnt mit den feinen Riffs von Million Miles
und geht direkt weiter mit Let Go, einer der beiden schönen
Balladen auf der Scheibe, die wie eine herzliche Einladung für
die Fans älterer Dream Theater Alben klingen. Die Balladen,
welche ich auf Train Of Thought sehr vermisst habe, demonstrieren
James’ Fähigkeiten als Sänger in eindrucksvoller
Weise, während die härteren Songs wie My Heart Bleeds
oder Master Of The Mind mit ihren sehr guten Hooks und
Refrains einen Kontrast dazu darstellen. Einige gregorianische
Chöre tragen zusätzlich zur mystischen Atmosphäre
bei, die den Hörer auf einer Reise durch das ganze Album
begleitet. Es endet alles mit Madmen & Sinners, einem
epischen 15 Minuten Song, der einen gut gewählten Abschluss
bildet. TIM DONAHUE’s Gitarrenspiel ist
sehr angenehm, und obwohl es einige Over-the-Top Gitarrensoli
auf der Platte gibt, klingen sie nie zu übertrieben. Seine
Qualitäten als Songwriter scheinen ihm wichtiger zu sein
als seine (sehr guten) instrumentalen Fähigkeiten. Die Drums
wurden von Mike Mangini gespielt, mit dem James schon in Mullmuzzler
zusammengearbeitet hat, und sie fügen sich gut in die Musik
sein. In der Tat ist auch die Drum-Lautstärke nicht zu hoch,
was einer Mehrheit von Dream Theater Fans und anderen geschädigten
Prog-Jüngern sicher sehr gelegen kommt. Nun, alles in allem
ist Madmen & Sinners ein sehr gutes
Album, welches ein absolutes Muss für alle Freunde von Dream
Theater und progressiver Musik generell darstellt. Es ist an einigen
Stellen nicht ganz perfekt, zum Beispiel ist der Song Feel
My Pain eher langweilig, aber ich finde, dass es auf jeden
Fall besser ist als die letzten beiden Dream Theater Alben. Vielleicht
können sich diese beiden Ausnahmemusiker ja in der Zukunft
zu weiterer Zusammenarbeit aufraffen. Jetzt möchte ich aber
wirklich ein weiteres Mullmuzzler Album!
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