TIM DONAHUE feat. James LaBrie – Madmen & Sinners 
 
Label: Frontiers Records
Release: 05.04.2004
Von: Reverend
Punkte: 8,5
Time: 63:44
Stil: Progressive Metal
URL: Tim Donahue
 
Der berühmte Gitarrist TIM DONAHUE, der sich bereits mit seinem letzten Album Into The Light (feat. Kelly Hansen) einen Namen im Prog-Metal gemacht hat, hat zusammen mit James LaBrie von Dream Theater als Sänger auf allen Tracks eine neue Platte aufgenommen. Diejenigen von Euch, die mein Review von der letzten Dream Theater Scheibe gelesen haben, erinnern sich vielleicht, dass ich gesagt habe, dass ich mich sehr über ein neues Mullmuzzler (James’ Soloprojekt) Album freuen würde, da das aktuelle Dream Theater Output nicht so gut war wie es hätte sein können. Es ist immer schön, wenn man an sich auf vorherige Reviews berufen kann, um Aussagen zu untermauern oder neue Schlüsse zu ziehen, und genau das werde ich hier tun. Madmen & Sinners klingt schon so ähnlich wie Train Of Thought von Dream Theater, mit der Ausnahme, dass TIM DONAHUE einige Killer-Songs geschrieben hat und sehr viele verschiedene Stile auf dem Album vertreten sind, die es interessanter und ambitionierter klingen lassen. Es beginnt mit den feinen Riffs von Million Miles und geht direkt weiter mit Let Go, einer der beiden schönen Balladen auf der Scheibe, die wie eine herzliche Einladung für die Fans älterer Dream Theater Alben klingen. Die Balladen, welche ich auf Train Of Thought sehr vermisst habe, demonstrieren James’ Fähigkeiten als Sänger in eindrucksvoller Weise, während die härteren Songs wie My Heart Bleeds oder Master Of The Mind mit ihren sehr guten Hooks und Refrains einen Kontrast dazu darstellen. Einige gregorianische Chöre tragen zusätzlich zur mystischen Atmosphäre bei, die den Hörer auf einer Reise durch das ganze Album begleitet. Es endet alles mit Madmen & Sinners, einem epischen 15 Minuten Song, der einen gut gewählten Abschluss bildet. TIM DONAHUE’s Gitarrenspiel ist sehr angenehm, und obwohl es einige Over-the-Top Gitarrensoli auf der Platte gibt, klingen sie nie zu übertrieben. Seine Qualitäten als Songwriter scheinen ihm wichtiger zu sein als seine (sehr guten) instrumentalen Fähigkeiten. Die Drums wurden von Mike Mangini gespielt, mit dem James schon in Mullmuzzler zusammengearbeitet hat, und sie fügen sich gut in die Musik sein. In der Tat ist auch die Drum-Lautstärke nicht zu hoch, was einer Mehrheit von Dream Theater Fans und anderen geschädigten Prog-Jüngern sicher sehr gelegen kommt. Nun, alles in allem ist Madmen & Sinners ein sehr gutes Album, welches ein absolutes Muss für alle Freunde von Dream Theater und progressiver Musik generell darstellt. Es ist an einigen Stellen nicht ganz perfekt, zum Beispiel ist der Song Feel My Pain eher langweilig, aber ich finde, dass es auf jeden Fall besser ist als die letzten beiden Dream Theater Alben. Vielleicht können sich diese beiden Ausnahmemusiker ja in der Zukunft zu weiterer Zusammenarbeit aufraffen. Jetzt möchte ich aber wirklich ein weiteres Mullmuzzler Album!