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Die zweite
Veröffentlichung von DOMINION III macht doch einen deutlich
besseren Eindruck als der Erstling The Hand And The Sword.
Da hatte man nämlich noch ständig den Eindruck, Mastermind Tharen
würde dort all die Soundschnipsel und Ideen verwerten, die er
bei seinen anderen musikalischen Heimstätten (z.B. Abigor und
Dargaard) nicht unterbringen konnte. Folglich klang vieles nicht
wirklich schlüssig, sondern eher nach zusammenhanglosem Stückwerk.
Diesmal scheint
man sich etwas mehr Mühe gegeben zu haben, denn Life Has
Ended Here klingt deutlich strukturierter und in sich
passender. Dabei sind die Zutaten immer noch die gleichen: harte
Electrosounds mit manchmal harschen Gitarren, Industrial, etwas
Wave und breite Klangteppiche. Dazu die Mischung aus Tharen's
mal klarem, mal Black Metal-artigem Gesang und Elisabeth Toriser's
schöner Stimme. Insgesamt entsteht dabei ein wenig der Eindruck
eines modernen Cyber-Soundtracks mit richtigen Songs, was der
gesamte Platte sehr gut tut.
So erinnert
mich z.B. das Titelstück von der Atmosphäre her immer an Near
Dark (moderner Vampir-Film von Kathrin Bigelow, für den Tangerine
Dream seinerzeit die geniale Musik schrieben), Conductors Of
Life ist praktisch reiner EBM und deutlich von FLA oder Skinny
Puppy beeinflusst, der Opener A Dead Heart In A Dead World
kommt hart und kalt rüber und hat dabei durchaus das Potential
zu einem Clubhit, während der überlange Rausschmeißer Coming
Winter mit einer geschickten Kombination von epischen Passagen
und düsterer Härte sowie einem geschickt eingebauten Sample aus
Gods Army I aufwartet.
Eine runde
Sache also, die man sich wirklich gut anhören kann, wenn man dunkle
und abwechslungsreiche Musik mag. Mehr davon!
Dominion
III
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