| DEEDS
OF FLESH sind eine der umstrittensten Bands im Death
Metal Genre - einige lieben und vergöttern die Amisum Frontgrunzer
und Tieftöner Jacoby, der Großteil hingegen ist nur wenig vom
"Einheitsbrei" begeistert, um es milde auszudrücken.
Zugegeben, Inbreeding The Anthropophagi
(1997) überzeugte nicht gerade durch ausgefeiltes Riffing und
eine hervorragende Produktion, sowie sich auf Path
Of The Weakening (1999) die Songs nur sehr schwer
voneinander unterscheiden ließen, da sich das Riffing mehr oder
weniger gleich von Anfang bis Ende durchzog. Im Gegensatz dazu
stehen die ersten beiden Releases der Band, die MCD Gradually
Melted (1994) und Trading Pieces
(1996), auf denen DEEDS OF FLESH sehr dem Schlächter-Album
The Bleeding ähneln…
Der neueste Output führt nun die auf Path Of The Weakening
eingeschlagene Linie weiter, allerdings mit einem
etwas abwechslungsreicherem Riffing und einer doch besseren Produktion
- allerdings nach wie vor brutal und erbarmungslos. Obwohl man
wieder zu einem Trio geschrumpft ist, überzeugen die Fleischbrocken
auf ihrem neuen Hammeralbum mit brutalem Drumming in Hochgeschwindigkeit,
sägenden Gitarrenriffs, genialen Basslines und natürlich auch
den üblichen, tiefen, gutturalen Vokals. Stellenweise erinnern
DEEDS OF FLESH ein klein wenig an Nile oder auch
Disgorge (USA) - und wenn man genau hinhört, kann man auf Mark
Of The Legion derart viele technische Feinheiten
ausmachen, dass so manche Partie, die sich damit rühmt, technisch
ausgefeilten brutalo-Death zu spielen, daneben verblasst. Es kommt
zwar alles mehr oder weniger - wie auch bei Incantation - als
zähe Lavamasse auf einen zu, doch die Lava brodelt gewaltig, das
kann ich nur sagen…
DEEDS OF FLESH sind beim näheren Hinhören alles
andere als eine "schrammel-schrammel-ufta-ufta" Rumpelpumpelpartie
und können mich auf Mark Of The Legion
von Anfang bis Ende absolut überzeugen (wie aber auch schon alle
Vorgänger der Band auch, hehe…), und da sowohl das Artwork (vom
altbekannten und ehrwürdigen Meister Jon Zig himself) und die
wie immer obergenialen Lyrics ("I cut it's throat, the blood spurted
up and I drank from the stump…") ebenfalls überzeugen, gibt's
die volle Punktezahl!
Deeds
Of Flesh |