Ob
nun in kurz einfach (if) oder kryptisch lang:
(if) - The Memento Ritual Project – das
neunte Kapitel im Traumtagebuch ist verdammt widerspenstig!
Nicht notwendigerweise sperrig oder ein Album mit Ecken und
Kanten, aber mit jeder Menge Widerhaken. Einmal gehört,
will es partout nicht mehr raus aus dem Kopf und man kommt nicht
umhin, den Repeat-Button immer und immer wieder zu drücken.
Geträumt, verloren, versunken. Und dieses Album wächst
mit jedem neuen Durchlauf.
Meine persönlichen Highlights auf (if) sind schnell ausgemacht:
der rockige Opener The Wedding; Requiem 4.21 –
ein Song, den man intuitiv erfasst und der sich umgehend ins
eigene Leben einbettet. Trauer und Verlust haben eine Melodie
gefunden. Das treibende Poison Breed, das unsagbar traurige
The Colors Of Grey und Kingdom Of Greed auf der
regulären CD, sowie Never Tell The Widow auf der
Bonus CD. Aber vielmehr macht es Spaß, einmal mehr, Details
und Facetten zu entdecken, insbesondere die Gitarrenarbeit ist
ungemein vielschichtig und macht Freude. Was da alles drinsteckt!
Unglaublich.
Generell ist (if) noch trauriger, emotionaler
und persönlicher geworden, als man das bisher von DIARY
OF DREAMS kannte. Es sind die tief-melancholischen Balladen,
die (if) dominieren, und dass, obwohl die anderen
Songs zwar auch nicht wirklich schnell aber tanzflächentauglich
sind und da Gitarren satt, umso heftiger ausfallen.
Auf der Bonus CD (wer sich die limitierte Box geholt hat) gibt
es – ebenfalls sehr aus gewogen – zwei weitere Kracher
und zwei Balladen. Die Bonussongs gehören zur aktuellen
Session, passten nur nicht mit auf das reguläre Album.
Die Box selbst... nun, wir reden hier von DIARY OF DREAMS...
die ist natürlich wieder – optisch wie inhaltlich
– ein wahrer Genuss!