DIARY OF DREAMS – (if) - The Memento Ritual Project

 
Label: Accession Records
Release: 13.03.2009
Von: Dajana
Punkte: 8.5/10
Time: 65:04 // 21:09
Stil: Dark Wave/Electro
URL: Diary Of Dreams
 
Ob nun in kurz einfach (if) oder kryptisch lang: (if) - The Memento Ritual Project – das neunte Kapitel im Traumtagebuch ist verdammt widerspenstig! Nicht notwendigerweise sperrig oder ein Album mit Ecken und Kanten, aber mit jeder Menge Widerhaken. Einmal gehört, will es partout nicht mehr raus aus dem Kopf und man kommt nicht umhin, den Repeat-Button immer und immer wieder zu drücken. Geträumt, verloren, versunken. Und dieses Album wächst mit jedem neuen Durchlauf.
Meine persönlichen Highlights auf (if) sind schnell ausgemacht: der rockige Opener The Wedding; Requiem 4.21 – ein Song, den man intuitiv erfasst und der sich umgehend ins eigene Leben einbettet. Trauer und Verlust haben eine Melodie gefunden. Das treibende Poison Breed, das unsagbar traurige The Colors Of Grey und Kingdom Of Greed auf der regulären CD, sowie Never Tell The Widow auf der Bonus CD. Aber vielmehr macht es Spaß, einmal mehr, Details und Facetten zu entdecken, insbesondere die Gitarrenarbeit ist ungemein vielschichtig und macht Freude. Was da alles drinsteckt! Unglaublich.
Generell ist (if) noch trauriger, emotionaler und persönlicher geworden, als man das bisher von DIARY OF DREAMS kannte. Es sind die tief-melancholischen Balladen, die (if) dominieren, und dass, obwohl die anderen Songs zwar auch nicht wirklich schnell aber tanzflächentauglich sind und da Gitarren satt, umso heftiger ausfallen.
Auf der Bonus CD (wer sich die limitierte Box geholt hat) gibt es – ebenfalls sehr aus gewogen – zwei weitere Kracher und zwei Balladen. Die Bonussongs gehören zur aktuellen Session, passten nur nicht mit auf das reguläre Album. Die Box selbst... nun, wir reden hier von DIARY OF DREAMS... die ist natürlich wieder – optisch wie inhaltlich – ein wahrer Genuss!