DIE SCHINDER - Wundenmann

Label: Moonstorm

Release: 07.01.2002

Von: Hoschi

Punkte: 7

Wundenmann ist nach Gottesknecht das zweite komplette Album (+ eine Mini-CD namens Hure) der deutschen Formation DIE SCHINDER. Dabei ist es mit der Kategorisierung aber nicht ganz so leicht, wie man es sich im Pressezettel macht. So klingen zwar Gothic Metal Parts durch, doch sollte man die CD nicht dort ablegen. Es gibt nämlich noch interessante Anleihen aus der Neuen Deutschen Härte, ohne aber irgendwie zur Rammstein etc. Kopie zu verflachen, und auch dezente Merkmale aus dem Elektro / Industrial Bereich wurden eingefügt, welche das Album zu sperrig für eine Schublade machen. Sperrig ist dabei auch das richtige Stichwort, braucht man doch erst etwas Zeit, um mit dem Mix aus fetten Gitarren, einer ziemlich drückenden Rhythmussektion und dem schizophrenen Gesang klarzukommen. Gerade der Gesang ist es aber meiner Meinung nach, welcher DIE SCHINDER aus der Masse hervorhebt. Die interessanten deutschen Texte werden sehr intensiv in einer Art Sprech- / Singstimme vorgetragen und dazu noch in einer sehr sarkastischen und beklemmenden Art.
Musikalisch geht man über die fast 44 Minuten recht hart (härter als auf Gottesknecht) zu Werke und scheut sich wie gesagt auch nicht einige Elektro / Industrial Elemente einzubauen. Zuletzt ist noch hinzuzufügen, dass sich auf Wundenmann mit Sicherheit auch die Handschrift von Produzent Bruno Kramm (Das Ich) heraushören lässt, welcher dem Sound seinen Stempel aufdrücken konnte. Zu empfehlen ist Wundenmann wohl in erster Linie sehr offenen Fans, der Ecke NDH oder Gothic, während aber sicher auch viele andere Spartenfans ihre Freude mit DIE SCHINDER haben werden, wenn sie sich erstmal richtig auf diese Scheibe einlassen.

Die Schinder