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Wundenmann
ist nach Gottesknecht das zweite komplette
Album (+ eine Mini-CD namens Hure) der
deutschen Formation DIE SCHINDER. Dabei ist es mit der
Kategorisierung aber nicht ganz so leicht, wie man es sich im
Pressezettel macht. So klingen zwar Gothic Metal Parts durch,
doch sollte man die CD nicht dort ablegen. Es gibt nämlich noch
interessante Anleihen aus der Neuen Deutschen Härte, ohne aber
irgendwie zur Rammstein etc. Kopie zu verflachen, und auch dezente
Merkmale aus dem Elektro / Industrial Bereich wurden eingefügt,
welche das Album zu sperrig für eine Schublade machen. Sperrig
ist dabei auch das richtige Stichwort, braucht man doch erst etwas
Zeit, um mit dem Mix aus fetten Gitarren, einer ziemlich drückenden
Rhythmussektion und dem schizophrenen Gesang klarzukommen. Gerade
der Gesang ist es aber meiner Meinung nach, welcher DIE SCHINDER
aus der Masse hervorhebt. Die interessanten deutschen Texte werden
sehr intensiv in einer Art Sprech- / Singstimme vorgetragen und
dazu noch in einer sehr sarkastischen und beklemmenden Art.
Musikalisch geht man über die fast 44 Minuten recht hart (härter
als auf Gottesknecht) zu Werke und scheut
sich wie gesagt auch nicht einige Elektro / Industrial Elemente
einzubauen. Zuletzt ist noch hinzuzufügen, dass sich auf Wundenmann
mit Sicherheit auch die Handschrift von Produzent Bruno
Kramm (Das Ich) heraushören lässt, welcher dem Sound seinen Stempel
aufdrücken konnte. Zu empfehlen ist Wundenmann wohl
in erster Linie sehr offenen Fans, der Ecke NDH oder Gothic, während
aber sicher auch viele andere Spartenfans ihre Freude mit DIE
SCHINDER haben werden, wenn sie sich erstmal richtig auf diese
Scheibe einlassen.
Die
Schinder
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