Endlich
ist es soweit - ich halte die neue Scheibe der Deutschen DEW
SCENTED, die es durch ihre absolut genialen Live-Shows
bei mir schon fast zu crown'scher Beliebtheit gebracht haben,
in Händen. Hoffentlich sollte sich die Ankündigung
der Band bewahrheiten, dass man in Zukunft noch heftiger Arschtreten
werde.
Und
los geht’s - Acts Of Rage haut gleich einmal
derbe mitten in die Kinnlade – genau so wie es eben
sein soll. Huargh, was für eine geile Death/Thrash Granate
moderner Bauweise! Stumpf, brutal und immer geradlinig nach
vorne - überall Ecken und Kanten, an denen man sich die
Glieder blutig schlägt! Gitarrenspiel - sägend,
niemals ruhend, edles Gehölz vom Herren hinter der Schießbude
und zum drüberstreuen die guten alten Leif-Vocals, welche
die Nummer nach vorne peitschen. Strike! Der Einstieg ist
schon mal ein Nackenbrecher sondergleichen!
Tja, alle Whimps und NeuMetaller, die nach der ersten Nummer
schon nach Muttern weinen, nehmen die Scheibe am besten noch
vor New Found Pain aus dem Player, sonst laufen sie
Gefahr, ein schweres Trauma zu erleiden, denn gegen New
Found Pain wirkt eine Stalinorgel wie ein Knallfrosch!
Gehämmer, Gemetzel - das macht Spaß! Immer feste
drauf! Dann noch mal fröhlich drauflosgeblastet und schon
steht Song Nr. 3 Destination Hell ante Portas um
uns mächtig den Arsch zu versohlen - das Gaspedal bleibt
munter durchgetreten. Erst bei Soul Poison wird das
Tempo ein wenig gedrosselt, was dem Song eine beharrlich fräsende
Note gibt - Riffs wie zirkelnde Sägeblätter arbeiten
sich in den Gehörgang. Kniet nieder - DAS ist Metal!
Cities Of The Dead beginnt mit einem etwas langsameren,
sogar leicht progressiven Einstieg und entwickelt sich dann
zu einer mustergültigen Thrashnummer klassischen Stils,
wie sie auch aus der Feder einer der deutschen Thrash-Heroen
wie Destruction stammen könnte. Logischerweise wird auch
hier ein wenig Death Metal drübergestreut wie Schokostreusel
auf eine Torte. Down My Neck ist eine etwas ruhigere
aber dennoch lässige Midtempo Nummer mit kickenden Riffs
und gut platzierten Gitarrensoli, die dem Hörer –
aber nur rein tempomäßig - die erste Verschnaufpause
auf Impact gönnt. Gleich danach geht’s
aber mit One By One flott weiter – Thrash Metal
vom feinsten!
Mit Impact ist DEW SCENTED
wirklich der große Wurf gelungen! Denn wo andere Bands
an das Ende ihrer Scheibe weniger durchschlagskräftige
Nummern reihen, haben DEW SCENTED beispielsweise
mit den Titeln Slaughtervein oder Flesh Reborn
noch richtige Bunkerbrecher am Start. Nun, was soll man zu
diesem Mörderteil noch viel erzählen? Geile Songs,
knackiger Sound, prima Musiker, Metal pur – eine undurchdringliche
Stahlwand nach der anderen!
Wenn die sympathische deutsche Truppe in DER Form bei den
heurigen X-Mas Metal Festivals antritt, sollten sich die anderen
Bands in acht nehmen, damit sie von deren gnadenlos genialem
Material nicht an die Wand geklatscht werden, denn das hier
ist einfach nur der pure eherne Wahnsinn!