Mit
Artefact legen die Polen um Mastermind, Bassist,
Vokalist und Workaholic Novy (Vader-Projekt Dies Irae und Behemoth)
in leicht veränderter Besetzung am Gitarrenposten Longplayer
Nummero 3 vor - nachwievor bieten die Yattering-Landsmänner
technisch versierten, höchst anspruchsvollen Death Metal der
amerikanischen Schule.
Das ist meiner Ansicht nach auch ein kleiner Schwachpunkt der
Scheibe; Artefact ist etwas zu technisch, zu verwirrt,
zu oft verliert sich das Gitarristenduo Baroova / Lukas in unnötigen
Spielereien, wie auch bei den Kollegen von Yattering gilt: Manchmal
ist etwas weniger Variation mehr Aggressivität.
Nach wie vor geht es auf Artefact beinahe durchgehend
im Hochgeschwindigkeitstempo daher, Novys Stimme ist weiterhin
etwas gewöhnungsbedürftig - aber ansich ist das Album top, auch
was die Produktion angeht. Man merkt eindeutig, dass hier evrsierte
Musiker am Werk sind, dass die Polen ihr Handwerk verstehen
- aber DEVILYN bleiben auch auf Longplayer Nummero 3
stark Geschmackssache, entweder man kann sich mit ihrem Stil
anfreunden oder nicht, leicht zugänglich waren sie ja noch nie.
Wer allerdings weder mit Anger noch Reborn In Pain
seine Probleme hatte, sollte sich hier nicht vom Fear Factory-mäßigen
Layout abschrecken lassen und wird auf Artefact
die logische Weiterführung von Reborn In Pain finden.