Die
Österreicher DEVANIC haben sich dem guten
alten Schwedentod verschrieben. Eine Aufgabe, die sie relativ
souverän erledigen, und die somit ein ums andere Mal Erinnerungen
an die ersten Scheiben von In Flames oder Dark Tranquility,
um einfach mal zwei Namen in die Runde zu werfen, aufkommen
lässt.
Tracks wie Use Your Skill oder You Will See
knallen jedenfalls ganz gut und können auch gegenüber
etablierten Bands bestehen. Nicht verwunderlich also, dass die
zunächst als Eigenproduktion vermarktete CD nach kurzer
Zeit bei einem regulären Label/Vertrieb untergekommen ist.
Problematisch ist hingegen, dass man mit dieser Stilistik derzeit
keinen Originalitätspreis gewinnen kann, zumal der Band
praktisch keinerlei Stilmittel einfallen, um sich zumindest
ansatzweise ein eigenes Profil zu verleihen oder wenigstens
ein bisschen anders zu klingen. Lediglich bei Same Shot
vermeine ich leichte Einflüsse von Fear Factory zu vernehmen,
während es bei Ignorance mitten im Song überraschende
Akustik-Gitarren zu hören gibt. Trotzdem muss man sagen,
dass das bei insgesamt 16 Stücken nicht wirklich ins Gewicht
fällt.
In dieser Hinsicht ist Mask Industries
folglich wohl zu ambitioniert ausgefallen; einige Tracks weniger
und ein etwas ausgewogenerer Mix hätten das Album deutlich
kompakter und doch weniger gleichförmig gemacht. So ermüdet
man leider nach einer gewissen Zeit, obwohl die CD noch lange
nicht zu Ende ist.
Immerhin ist DEVANIC im bandeigenen Studio
eine insgesamt recht ansprechende Produktion gelungen, denn
trotz der bereits erwähnten Mängel in der Balance
(vor allem die Drums liegen einen Tick zu weit hinten) kickt
der Sound ganz gut, und auch gesanglich (passendes Gegrunze)
und spieltechnisch liegen die Jungs im grünen Bereich.
Bei den Songs fehlt aber der eine oder andere echte Burner,
andererseits wird jedoch auch die Marke des soliden Durchschnitts
nicht ein einziges Mal unterschritten. Was dann in Summe 6,5
Punkte mit Tendenz nach oben ergibt.