Eine
Menge Präsente, Gratulationen, Danksagungen, Lob und was
weiß ich nicht alles haben DESTRUCTION zu ihrem
25-jährigen anno 2007 eingesackt. Wacken war damals die
ideale Bühne um mit Pauken und Trompeten das Bandjubiläum
zu rocken. Ganz klar, als Ikone des Thrash Metal können
Schmier und Co. sich auch heute noch mit einer Sänfte durch
die Metalwelt tragen lassen. Und für den Support über
all die Jahre hauen DESTRUCTION mit The Curse Of
The Antichrist – Live In Agony in einer veröffentlichungsarmen
Zeit einen fetten Dank an alle Fans raus! Und was eignet sich
dafür besser, als den besagten Wacken-Gig und für
den Rest der Welt Aufnahmen aus Tokio-Sessions für die
Nachwelt einzubrennen?!
Bei keinem der mitgeschnittenen Konzerte war ich als Fan dabei
(nein, auch nicht in Fernost ;)), von daher kann ich die Metalheads
angesichts der Songauswahl nur beneiden. Die komplette Bandbreite
wird bedient, Klassiker wie Thrash Till Death, Total Desaster
oder Bestial Invasion planieren den Weg für den
Mad Butcher, der über Cracked Brain, Soulcollector
bis hin zu D.E.V.O.L.U.T.I.O.N. keine Gefangenen macht!
Kurz gesagt, das Who Is Who der DESTRUCTION History gibt
sich auf The Curse Of The Antichrist – Live In Agony
die Klinke in die Hand. Da ich nicht live vor Ort war, kann
ich aber auch nicht die Authentizität der Tracks beurteilen.
Der cleane Sound, der die Live-Atmosphäre viel zu dünn
rüberbringt, scheint mir doch stark nachbearbeitet zu sein.
Sollte das jedoch nicht der Fall sein, dann Hut ab! Vielleicht
ist der Sound aber auch bewusst so gewählt, denn mit der
Tracklist und einem „livehaftigen“ Jubiläumsbackground
im Rücken kann diese Scheibe fast auch als eine Best-Of
Studioscheibe durchgehen.
Meine Empfehlung: Für Nostalgiker, die in Wacken dabei
waren: unverzichtbar. Für den fast kompletten Background
in den heimischen CD-Regalen: überflüssig. Für
alle die sich erstmals mit Thrash Metal beschäftigen: ein
guter Einstieg.