Depredation – Megaton Scythe

 
Label: Demo
Release: April 2003
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: Thrash Metal
Stil: Thrash Metal
URL: Depredation
 
Wohin zuviel konsumierter Alkohol und Spaß an der Freude so führen kann, demonstrieren DEPREDATION aus dem Pott. Im Jahre 2000 aus einem Funprojekt hervorgegangen, hat man sich zu einer ernsthaften Band entwickelt, die nicht nur im Ruhrgebiet lebt, sondern den ganzen Lebensstil auch atmet und verinnerlicht hat. Aufmachung (insgesamt sehr professionell) des Covers und Infoblattes (Zechensymbol), sowie das Bandfoto lassen erst gar keine Zweifel aufkommen: hier gibt es Old School Thrash Metal. So, wie die älteren Semester ihn noch aus den alten Tagen von Kreator, Destruction und Sodom her kennen. Musikalische Parallelen lassen sich daher auch gar nicht vermeiden. Megaton Scythe ist nach einem Livedemo in 2002 das zweite musikalische Lebenszeichen.
Los geht’s mit Industrial Dungeon, welches in typischer Manier gut nach vorne losgeht. Spätestens beim zweiten Song Prophets Of Doomsday offenbaren sich allerdings diverse Schwächen. Die Riffs sind so einfach gestrickt, das sie immer wieder gleich klingen und schnell zum weghören animieren. Das mag zum einen daran liegen, das dieses Demo im Proberaum aufgenommen wurde. Der Sound ist im Ganzen zwar ok, aber im Studio hätte man sicher mehr Details herauskitzeln können, welche die Scheibe ein bisschen abwechslungsreicher gestaltet hätten. Kleine Details wie z.B. Solos (The Dawn Of Aggression), Soundelemente und Tempiwechsel überhört man einfach, so dass der oben beschriebene Effekt sogar noch verstärkt wird. Der normale Verbraucher wird der Platte vielleicht 2 Durchläufe gestatten. Da man als Schreiberling die Scheibe allerdings mind. 5, 6, 7 mal rotieren lässt, fällt einem erst nach und nach auf, das z.B. Prophets Of Doomsday zwischendurch richtig groovt oder Homicide eine nette Basseinführung hat. Ich vermisse auf Megaton Scythe das gewisse Etwas, den zündenden Funken. Alles wirkt irgendwie energie- und inspirationslos und ab dem vierten Song auch einfach nur langatmig, da sich alles zu wiederholen scheint. Vielleicht nehmen die Jungs von DEPREDATION den Begriff old school zu genau. DEPREDATION müssen ja gar nicht modern klingen, aber knackiger, aggressiver. Fans sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren, man kann in 4 Tracks auf der Homepage reinhören. Im Großen und Ganzen bleibt es aber eher ein durchschnittliches Demo. Megaton Scythe kann man für 6,50 € inkl. Versand bei der Band erwerben.