Pünktlich
zu Weihnachten 2005 legte das Schweizer Label Schwarzmetall
Musikproduktionen uns das Debütalbum der slowakischen Black
- Metaller DEMONIC CHORALS auf den Gabentisch.
Und weil das Ganze als Geschenk mit nur knapp 32 Minuten verteilt
auf acht Tracks ein wenig kurz geraten wäre, befindet sich
zusätzlich noch ein Bonus Multimedia Track auf der CD,
auf dem die Jungs vor recht spärlichem Publikum live zu
sehen sind.
Musikalisch bewegt man sich wie so viele Bands irgendwo im Fahrwasser
von Dark Funeral, allerdings sind DEMONIC CHORALS
in der Riege der Nachahmer eher im unteren Mittelfeld anzusiedeln.
Es gibt - bis auf ein langsam gehaltenes Instrumental –
mit den restlichen sieben Tracks ordentlich rasend was auf die
Glocke. Vor allem Drummer Asphyxiant macht mit seinem Highspeed-Spiel
ordentlich Druck. Die restlichen Kollegen sind ebenfalls durchaus
technisch gut am jeweiligen Instrument, und auch an Sänger
Damians Gekreisch gibt es nicht viel auszusetzen. Negativ fällt
aber bei diesem „brutal Black Metal“ auf, dass bis
auf erwähntes Instrumental so gut wie keine Variationen
in den Songstrukturen erkennbar sind, nur gelegentlich tut sich
mal was in Sachen Tempowechsel. Zweiter Minuspunkt ist die miese
Produktion, entweder die Band glaubt wie so viele andere auch,
man könne nur true rüberkommen, wenn man auf 95% der
technischen Möglichkeiten in einem Studio verzichtet, oder
es liegt einfach an der Unerfahrenheit.
Für DEMONIC CHORALS ist jedenfalls noch
ganz gut Luft nach oben. Black Metal Puristen werden das Album
wahrscheinlich mögen, allen anderen dürfte das eher
wie uninspirierter Klangbrei vorkommen.
Fünf Punkte mag ich Power Of Immortal Hatred
wohl geben, auch wenn nichts Innovatives auszumachen war, ist
das Ding technisch jedenfalls durchaus gelungen.