DEMONICAL lassen mit tonnenschweren Grooves, extrem tiefergelegten Gitarren und gruftigen Growls eindeutig den Old School Death Metal hochleben. Die Musiker integrieren in diese teuflische Mixtur in gefühlvoller Weise harmonische, teils engelsgleiche Melodien und servieren als Sahnehäubchen so manch hervorragenden Refrain. Als Resultat schnalzt der Schlachtplattenliebhaber beim harten und dennoch eingängigen Hit Towards Greater Darkness ob Amon Amarth‘scher Hymnik genüsslich mit der Zunge und lässt die Nackenwirbel knacken.
Schleppende Takte bringen Abwechslung ins Spiel und lassen beim direkten Sung To Possess die losholzenden Blastbeats noch effektiver wirken, bevor Välkommen Undergång durch die schwedischen Lyrics, sägend-stampfende Riffs und den mehrstimmig gebrüllten Chorus deutliche Spuren im todesmetallisch infizierten Kleinhirn hinterlässt. Danach knallt uns die Horde wieder einen einfacher gestrickten Song um die Ohren, bindet bei der Torture Parade im Hintergrund jedoch zusätzlich melodische Feinheiten auf der Gitarre ein, doch mir gefallen DEMONICAL besser, wenn sie epischer zu Werke gehen und im Falle des Stückes From Nothing nach einer schwelgerischen Einleitung auf erhabene Melodien und mittelschnelles Riffing setzen. Ein krönender Refrain biegt ebenso wie ein ausgedehntes Solo um die Ecke - ich recke die Fäuste und verneige mein Haupt!
Als Abschluss finden DEMONICAL im Verlauf von Death Unfaithful die richtige Balance von simplen Strukturen und griffiger Eingängigkeit, sodass Chaos Manifesto im Spannungsfeld von kompakter Prägnanz und hymnischer Eleganz mit jeder Menge Durchschlagskraft sowie verdammt starken Refrains jede Menge Pluspunkte einfährt.