| Ich
glaube, die österreichische Kampfmaschine DEFENDER KFS
hat sich aufgrund zahlreicher Liveauftritte schon eine ziemlich
große Fangemeinde erarbeiten können, daher bedarf es hier wohl
keiner großartigen Vorstellung der Mannen um Mastermind und Gitarrist
GreGore.
Nun, die Wiener definieren ihren Stil als "War Metal", worunter
sich der Laie eine Mixtur aus melodisch-aggressiven Death Metal,
Thrash Metal und einem Schuss True Metal der Marke Iron Maiden
vorstellen kann - ziemlich komplex ist das ganze auf jeden Fall.
Das ist auch das Problem bei The Command.
Logischerweise kann man auf einem Debüt keine 100.000 Dollar Produktion
erwarten, aber für derart komplizierte, anspruchsvolle und komplexe
Songstrukturen ist einfach eine bessere Produktion notwendig,
damit das Zeug auf CD genau so aggressiv und gut rüber kommt,
wie es die Wiener schon live bewiesen haben. Ich will der Band
jetzt nicht unterstellen, dass der Sound schlecht wäre, nein -
das ist er ganz und gar nicht, aber für meine Begriffe kommen
die Songs auf The Command um einen Tick
schlechter und dünner rüber, als live.
DEFENDER KFS rocken sich auf ihrem Debüt durch
8 Songs plus Outro, bestechen vor allem durch hervorragende Arbeit
in der Leadguitar-Sektion, aber auch der Rest der Partie (zum
damaligen Zeitpunkt: Metzler - vocals / Hate Machine - bass /
Beisser - drums und eben GreGore an der Gitarre) wissen absolut
zu überzeugen. Da auch das Layout qualitativ hochwertig und hervorragend
ist, gibt es eigentlich für ein Debüt keine Beschwerden zu vermelden
- und sollte man die Line Up Probleme gelöst haben und es finanziell
schaffen, nächstes Mal eine um einen Tick bessere Produktion darbieten
zu können, denke ich, steht einem Labeldeal nichts mehr im Wege.
Bis dahin sei allen Freunden oben genannter Musikstile The
Command wärmstens empfohlen, denn wer - wie jeder
wahre Metaller - mit einem Panzer fährt, braucht das in seiner
Anlage…
Fazit: Die
Kampfmaschine ist gestartet… |