Junge,
Junge, Junge… hier wird tatsächlich Roulette gespielt!
Die weiße Kugel holpert hier durch 13 Stücke und
mit jeder Umdrehung wird eine andere Musikrichtung eingeschlagen:
Der Zocker am grünen Tisch gewinnt nur dann wenn er gleichzeitig
auf Death Metal, Thrash Metal und Grindcore setzt. Holpern ist
ohnehin ein gutes Stichwort, denn die Scheibe klingt alles andere
als glatt und gebügelt, ganz im Gegenteil - es rumpelt
an allen Ecken und Kanten, nicht zuletzt durch den alles andere
als professionellen Sound von Death Roulette
und dabei trifft’s das Schlagzeug besonders hart. Gebollert
hat es übrigens zwischendrin auch innerhalb der Band: DECOMPOSED
CRANIUM wurde vom Gründungsmitglied und Chefbrüller
Polsi auf Eis gelegt. „Der musikalische Geschmack und
die musikalische Vision der anderen Mitglieder hat sich in letzter
Zeit stark verändert“, gibt das Gründungsmitglied
auf der Homepage von sich. Das sollte uns allerdings nicht ganz
egal sein, denn auch wenn’s hier rau zur Sache geht, macht
die Scheibe trotzdem Spaß. Die 13 Tracks glänzen
und strotzen vor Unbekümmertheit, die Musik geht straight
nach vorne weg und trägt dabei Polsis Gebrüll und
Gekeife. Von mir aus darf es gerne ein nächstes –
besser produziertes – Album geben. Also bitte wieder DECOMPOSED
CRANIUM mit frischem österreichischem Blut bestücken!