Das
sind alles andere als tote Gefühle die uns die Bayern von
DEAD EMOTIONS hier präsentieren. Vielmehr ist Pathways
To Catharsis Programm auf dem dritten Longplayer: Auf
dem Weg zur Seelenreinigung tote Gefühle abschütteln.
Und so unterschiedlich die verwelkten Emotionen auch sind, genauso
unterschiedlich ist Pathways To Catharsis gezeichnet.
Mit diesem Album scheinen DEAD EMOTIONS, die immerhin
schon seit 1996 im Geschäft sind, sich nun auf ihren Stil
eingeschossen zu haben. War der erste Longplayer Gates
To The Unseen noch als Dark Death Metal Album erschienen,
wurde mit The Genesis Behind anno 2003 mehr die
technisch härtere und schnellere Death Metal Variante gezogen.
Die dritte Veröffentlichung ist nun die Schnittmenge aus
den bisherigen Werken. Beginnt der über 6 Minuten lange
Opener Demon Seed noch mit Bolt Thrower Anleihen, so
verändert er sich ab der Mitte des Songs kontinuierlich
zum atmosphärisch düster angehauchten Death Metal
der schließlich seinen Höhepunkt im choralen Gesang
findet. Point Of No Return hingegen zeichnet sich durch
seine Black Metal Färbung aus, dies nicht nur durch vereinzelte
eingestreute Gitarrenläufe, sondern auch hier spielt der
Gesang wieder eine tragende Rolle. Neben der typisch tiefen
Death Metal Stimme von Vocalist Mosh kommen erstmals die Schwarzwurzel
geprägten Screams von Mexxx (Lead-Guitar) dazu. Generell
spielt der Gesang auf Pathways To Catharsis die
prägendste Rolle. Das immer wieder eingestreute Wechselspiel
zwischen schrillen Screams und Growls gibt den Songs erst die
düster diabolische Atmosphäre mit, wie bspw. bei Weed
For The Weak. Der eigens angeheuerte und nur schwindend
wenig eingesetzte Männerchor ist hierfür nicht kriegsentscheidend,
aber als Hörer möchte man auch nicht drauf verzichten
;-) Die musikalische Leistung soll aber durch die Vocals nicht
geschmälert werden. Die Songs weisen immer wieder eine
gute Symbiose aus wohl gewählten Melodien, langsamen Drumming
über treibende Parts bis hin zu vereinzelter Blastparts
und zügig gezockten Brechern wie Borderline oder
Direction Pain auf. Bei diesen Songs steht dann aber
doch die Aggressivität im Vordergrund. Im Vordergrund hätte
auch eine klarere Produktion stehen können. Das hymnenartige
At The End Of Time bildet den würdigen Abschluss
für ein gutes, solides Death Metal Album, dessen Stärke
klar die Symbiose aus Aggressivität, Atmosphäre und
Gesang ist.
Als besonderes Schmankerl haben DEAD EMOTIONS noch Videos
mit auf den Silberling gepackt. Einmal gibt es einen Clip zu
There Is No Dawn, und Disdained kommt als Live-Mitschnitt
auf die Mattscheibe.