Einen ziemlichen
Hassbrocken servieren DAYSEND von Down Under.
Aus der Asche zahlreicher lokaler Bands im Jahre 2002 in Sydney
rekrutiert, präsentierten DAYSEND nur
ein Jahr nach der Gründung mit ihrem Debüt Severence
das beste Metalalbum Australiens. Ein weiteres Jahr später
ist nun das Debüt auch in europäischen Landen erhältlich
und begeistert reihenweise das Publikum. Und das nicht zu Unrecht,
will ich meinen. DAYSEND bedienen sich bei
verschiedenen Genres und verknüpfen gekonnt diverse Stile.
Ignorance Of Bliss und The Blood Of Angels
z.B. könnte man schon fast als Hommage an die Großen
der schwedischen, melodischen Death/Thrash Szene nehmen, während
man z.B. mit dem Opener Born Is The Enemy, Beggars With
Knive oder Sibling die amerikanische Schiene aus
Modern Metal, Hardcore und Neo Thrash bedient.
Severance ist aggressiv, schnell,
die Riffs brachial und die Produktion eine Wucht. Und trotzdem
ist Severance auch melodisch, was
hauptsächlich an dem zeitweise cleanen Gesang von Simon
Calabrese liegt, der doch ziemlich an Fear Factory erinnert
und natürlich auch wegen der typisch schwedischen melodische
Gitarrenführung. So schafft man hervorragend Kontraste
und auf Grund der Vielfalt der Stile auch ein hohes Maß
an Abwechslung. Ein paar Gitarrensolos und Breaks sind ... sagen
wir mal recht schräg (besonders bei Born Is The Enemy),
tun der Sache aber absolut keinen Abbruch.
Geiles Album! Das sollte es auch in einigen europäischen
Ländern zum Newcomer 2004 schaffen! Kaufen!