DAWN OF DISEASE – Through Bloodstained Eyes
 
Label: Demo
Release: Oktober 2004
Von: Psycho
Punkte: -/-
Time: 23:11
Stil: Death Metal
URL: Dawn Of Disease
 

Dafür, das diese Osnabrücker Band erst seit kurzer Zeit in dieser Besetzung zusammenspielt, klingt das erste Demo der vier Jungs wirklich erstaunlich professionell. DAWN OF DISEASE machen folglich auf Through Bloodstained Eyes nur wenig falsch, vielmehr geht ihr tempomäßig recht variabler Death Metal ziemlich schnell in Richtung Nackenwirbel, und so soll es ja auch schließlich sein! Stilistisch mussten hier vor allem die amerikanischen Größen als Vorbilder herhalten, auch wenn das letzte Stück Lust auf Morden in weiten Teilen nach den ganz alten Bolt Thrower klingt. Ansonsten gibt es aber die volle Metzelbreitseite mit vielen Breaks, blutigen Riffs und tödlichen Grooves, abgrundtiefen Vocals und den genreüblichen Gore-Texten, was Songtitel wie Rape The Unborn oder Sadistic Ejaculation schnell klar machen.
Spieltechnisch gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, da alle vier Musiker ihr Metier anscheinend überdurchschnittlich beherrschen, vor allem Drummer Sebastian Timper versteht was von seinem Fach. Der Sound ist rau, nach vorne treibend und für diese Art von Music fast schon ideal (für eine erstes Demo sowieso) auch wenn an einigen Stellen das Rutschen auf den Gitarrensaiten zu hören ist. Lediglich die Blastparts wirken etwas fehl am Platz, so als ob man sie unbedingt auf Biegen und Brechen dabei haben wollte. Ganz ehrlich, von mir aus könnt ihr die bei der nächsten CD auch weg lassen: ich würde sie nicht vermissen.
Trotzdem sind die 7 Stücke insgesamt betrachtet schon sehr flüssig durchkomponiert und brauchen die Vergleiche mit der nationalen Konkurrenz nicht zu scheuen. Insofern kann ich jedem Death Metal-Fan Through Bloodstained Eyes nur wärmstens ans Herz legen...