Dafür,
das diese Osnabrücker Band erst seit kurzer Zeit in dieser
Besetzung zusammenspielt, klingt das erste Demo der vier Jungs
wirklich erstaunlich professionell. DAWN OF DISEASE
machen folglich auf Through Bloodstained Eyes
nur wenig falsch, vielmehr geht ihr tempomäßig recht
variabler Death Metal ziemlich schnell in Richtung Nackenwirbel,
und so soll es ja auch schließlich sein! Stilistisch mussten
hier vor allem die amerikanischen Größen als Vorbilder
herhalten, auch wenn das letzte Stück Lust auf Morden
in weiten Teilen nach den ganz alten Bolt Thrower klingt. Ansonsten
gibt es aber die volle Metzelbreitseite mit vielen Breaks, blutigen
Riffs und tödlichen Grooves, abgrundtiefen Vocals und den
genreüblichen Gore-Texten, was Songtitel wie Rape The
Unborn oder Sadistic Ejaculation schnell klar
machen.
Spieltechnisch gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, da alle
vier Musiker ihr Metier anscheinend überdurchschnittlich
beherrschen, vor allem Drummer Sebastian Timper versteht was
von seinem Fach. Der Sound ist rau, nach vorne treibend und
für diese Art von Music fast schon ideal (für eine
erstes Demo sowieso) auch wenn an einigen Stellen das Rutschen
auf den Gitarrensaiten zu hören ist. Lediglich die Blastparts
wirken etwas fehl am Platz, so als ob man sie unbedingt auf
Biegen und Brechen dabei haben wollte. Ganz ehrlich, von mir
aus könnt ihr die bei der nächsten CD auch weg lassen:
ich würde sie nicht vermissen.
Trotzdem sind die 7 Stücke insgesamt betrachtet schon sehr
flüssig durchkomponiert und brauchen die Vergleiche mit
der nationalen Konkurrenz nicht zu scheuen. Insofern kann ich
jedem Death Metal-Fan Through Bloodstained Eyes
nur wärmstens ans Herz legen...