Mit der
Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerks veröffentlichen
die französischen Neoklassiker DARK SANCTUARY
ihr nunmehr fünftes Album Exaudi Vocem Mean
Pt.1 , welches zudem erster Part eines
Opus ist, dessen zweiter Teil irgendwann im nächsten Jahr
veröffentlicht werden soll. Mit derselben Zuverlässigkeit
hat man auch dieses Mal wieder ein Kleinod trauriger, melancholischer
gotisch angehauchter klassischer Musik abgeliefert, die kaum
passender für diese Jahreszeit sein könnte.
Stilistisch bleibt man sich ebenfalls treu, variiert in der
Instrumentierung aber dennoch genug, das Änderungen zu
den Vorgänger Alben auffallen. Man legt diesmal keinen
Schwerpunkt auf ein bestimmtes Instrument, setzt lediglich mal
mit dem Piano, Gitarre oder den Streichern Akzente.
Mit Dein kalter Stein überrascht man mit einem
deutschen Song, der dominierend von einer männlichen Stimme
getragen und von Dame Pandora begleitet wird (liegt wohl am
deutschen Studio Klangschmiede). The Garden Of Jane Delawney
(welches auch schon All About Eve gecovert haben) ist in Englisch
und bewegt sich eigentlich schon außerhalb neoklassizistischer
Pfade. Dafür steigt man nachfolgend mit Cristal wieder
tief in die ureigensten Gründe von DARK SANCTUARY
ein, als wollte man jeden Hauch von vermeintlicher Heiterkeit
aus dem Vorgängersong entfernen. Alle anderen Songs sind
wie üblich in Französisch und werden von der Dame
Pandora mit ihrer ätherisch schönen Stimme veredelt.
Sie deckt ein weites gesangliches Spektrum ab und berührt
nur ganz selten für meinen Geschmack zu hohe Tonlagen.
Exaudi Vocem Mean ist insgesamt ein
sehr ruhiges, unglaublich düsteres und melancholisches
Kleinod, das einen gefangen nimmt und weit weg trägt. Einfach
nur schön.