DARK SANCTUARY – Exaudi Vocem Mean Pt. 1

 
Label: Wounded Love
Release: 16.12.2005
Von: Dajana
Punkte: 9/10
Time: 01:02:27
Stil: Neoklassik
URL: Dark Sanctuary
 

Mit der Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerks veröffentlichen die französischen Neoklassiker DARK SANCTUARY ihr nunmehr fünftes Album Exaudi Vocem Mean Pt.1 , welches zudem erster Part eines Opus ist, dessen zweiter Teil irgendwann im nächsten Jahr veröffentlicht werden soll. Mit derselben Zuverlässigkeit hat man auch dieses Mal wieder ein Kleinod trauriger, melancholischer gotisch angehauchter klassischer Musik abgeliefert, die kaum passender für diese Jahreszeit sein könnte.
Stilistisch bleibt man sich ebenfalls treu, variiert in der Instrumentierung aber dennoch genug, das Änderungen zu den Vorgänger Alben auffallen. Man legt diesmal keinen Schwerpunkt auf ein bestimmtes Instrument, setzt lediglich mal mit dem Piano, Gitarre oder den Streichern Akzente.
Mit Dein kalter Stein überrascht man mit einem deutschen Song, der dominierend von einer männlichen Stimme getragen und von Dame Pandora begleitet wird (liegt wohl am deutschen Studio Klangschmiede). The Garden Of Jane Delawney (welches auch schon All About Eve gecovert haben) ist in Englisch und bewegt sich eigentlich schon außerhalb neoklassizistischer Pfade. Dafür steigt man nachfolgend mit Cristal wieder tief in die ureigensten Gründe von DARK SANCTUARY ein, als wollte man jeden Hauch von vermeintlicher Heiterkeit aus dem Vorgängersong entfernen. Alle anderen Songs sind wie üblich in Französisch und werden von der Dame Pandora mit ihrer ätherisch schönen Stimme veredelt. Sie deckt ein weites gesangliches Spektrum ab und berührt nur ganz selten für meinen Geschmack zu hohe Tonlagen.
Exaudi Vocem Mean ist insgesamt ein sehr ruhiges, unglaublich düsteres und melancholisches Kleinod, das einen gefangen nimmt und weit weg trägt. Einfach nur schön.