DAMNED NATION – Sign Of Madness

 
Label: Scarlet Records
Release: 15.11.2004
Von: Ole
Punkte: 4,5/10
Time: 43:45
Stil: Hard Rock
URL: Damned Nation
 

Für alle Fans von knackigem L.A. Metal-Stil gibt es noch ein Schmankerl kurz vor Jahresende. DAMNED NATION geben sich als schwedische Antwort auf Extreme die Ehre. Oft wurde das Erscheinen des aktuellen Silberlings Sign Of Madness verzögert, doch dieser Tage dürfte es endlich so weit sein. Kurz bevor die Band aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte in der Versenkung verschwindet, meldet sie sich mit ihrem insgesamt vierten Album seit 1995 zurück.
Schwer groovende Rocknummern serviert das Quartett um Gitarrist Robert Warnqvist auch dieses Mal. Im Gegensatz zu dem, was unsereins sonst aus dem Hardrock-Lager gewohnt ist, fallen DAMNED NATION angenehm aus dem Rahmen, weil sie ihre Sechssaiter meist auf den tiefen Saiten schwingen lassen. Das gibt dem ganzen einen packenderen, quasi bedrohlichen Touch, eine Theatralik, wie man sie zum Teil von Progressive Metallern wie Fate’s Warning gewohnt ist. Auch auf schmusigen Balladen-Schmalz verzichten DAMNED NATION total. Zwar drosseln DAMNED NATION in Still Alive merklich das Tempo, doch ist es eher ein zähes, mit pulsierender Doublebass unterlegtes Dahinfließen, denn rührseliges Romantisieren.
Andererseits darf man auch hier keine Innovation des Genres erwarten. Wahrscheinlich liegt es an den äußerst gitarrenfreundlichen Tonarten und Warnqvists unverwechselbarem Lieblingsriff, dass Sign Of Madness beim spätestens dritten Durchlauf sich nur noch wie ein 45-Minuten-Song anhört und nichts so richtig hängen bleiben will. Hier und da ein paar Momente zum Entspannen, aber letztendlich bleibt es ausgesprochenes Fans des Metiers überlassen, sich wirklich dafür begeistern zu können.