Für
alle Fans von knackigem L.A. Metal-Stil gibt es noch ein Schmankerl
kurz vor Jahresende. DAMNED NATION geben sich
als schwedische Antwort auf Extreme die Ehre. Oft wurde das
Erscheinen des aktuellen Silberlings Sign Of Madness
verzögert, doch dieser Tage dürfte es endlich so weit
sein. Kurz bevor die Band aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte
in der Versenkung verschwindet, meldet sie sich mit ihrem insgesamt
vierten Album seit 1995 zurück.
Schwer groovende Rocknummern serviert das Quartett um Gitarrist
Robert Warnqvist auch dieses Mal. Im Gegensatz zu dem, was unsereins
sonst aus dem Hardrock-Lager gewohnt ist, fallen DAMNED
NATION angenehm aus dem Rahmen, weil sie ihre Sechssaiter
meist auf den tiefen Saiten schwingen lassen. Das gibt dem ganzen
einen packenderen, quasi bedrohlichen Touch, eine Theatralik,
wie man sie zum Teil von Progressive Metallern wie Fate’s
Warning gewohnt ist. Auch auf schmusigen Balladen-Schmalz verzichten
DAMNED NATION total. Zwar drosseln DAMNED
NATION in Still Alive merklich das Tempo,
doch ist es eher ein zähes, mit pulsierender Doublebass
unterlegtes Dahinfließen, denn rührseliges Romantisieren.
Andererseits darf man auch hier keine Innovation des Genres
erwarten. Wahrscheinlich liegt es an den äußerst
gitarrenfreundlichen Tonarten und Warnqvists unverwechselbarem
Lieblingsriff, dass Sign Of Madness
beim spätestens dritten Durchlauf sich nur noch wie ein
45-Minuten-Song anhört und nichts so richtig hängen
bleiben will. Hier und da ein paar Momente zum Entspannen, aber
letztendlich bleibt es ausgesprochenes Fans des Metiers überlassen,
sich wirklich dafür begeistern zu können.