DAMNATION DEFACED – Resurection Stillborn - The Blackest Halo EP

 
Label: Eigenproduktion
Release: 09.01.2009
Von: Zwiebel
Punkte: 9/10
Time: 39:35
Stil: Melodic Death Metal
URL: Damnation Defaced
 
Das Jahr fängt ja mal gut an. DAMNATION DEFACED aus Celle beginnen den Reigen der Veröffentlichungen dieses Jahr und schrauben die Messlatte auch gleich mal auf ein recht hohes Niveau. Zwar beginnt die Platte für melodischen Death Metal sehr melancholisch und ruhig, aber gleich nach dem Intro wird einem mit The Grief Of Cold Dead Eyes auch schon mal ordentlich einer vors Fressbrett geknallt. Ein wirklich gutes Stück, das mit coolen Riffs aufwartet und als Überraschung einen langsamen Mittelteil a la Opeth bereithält. Insgesamt kann man hier wohl auch von einer musikalischen Fusion von Stockholm und Göteborg sprechen. Opeth trifft At The Gates und Dark Tranquillity. Das Ganze wird abgerundet mit ein paar modernen, noisigeren Einflüssen. Mit Buried In Oblivion schickt der Fünfer dann erstmal einen Groover hinterher, der ein sehr cooles Solo enthält. Danach wird es noch langsamer und auch wieder melancholischer, dafür zeigt die Band was sie an ihren Instrumenten können. Den obligatorischen Refrain, der im Ohr bleibt gibt’s danach bei dem im Midtempo Bereich schwingenden The Blackest Halo. Wer danach nicht weiß wie die band heißt, hat wohl was falsch gemacht. Wenn das ruhige Outro erklingt wähnt man sich schon fast am Ende der Scheibe. Aber falsch gedacht, sofort gibt’s noch mal ne Kelle, die dann fast schon doomig aufgelöst wird. Vielleicht ist In The Abscence Of Light deswegen auch der schlechteste Song der Scheibe. Etwas zu zäh für diese Musik. Mit Blade Upon Your Throat enthält die EP dann noch eine neu aufgenommene, etwas schnellere Version des Hits vom gleichnamigen Demo. Insgesamt ein sehr schönes Scheibchen, was definitiv Bock auf ein Album macht. Besonderes da das Album auch nach dem 10ten Durchlauf noch Überraschungen parat hat und zum Entdecken einlädt.