| Es
ist immer ein klein wenig von Vorteil, wenn man von der zu besprechenden
Band noch nie vorher gehört hat, da man einfach völlig
objektiv und ohne irgendwelche Erwartungshaltungen an die Sache
herangeht. Genauso ging es mir bei der Band DAEMONOLATRIA,
welche mit Gone Up Into Flames ihr aktuelles
Material vorzuweisen hat.
Und diese 6 Songs (+ Intro und Outro) haben es voll in sich. Schon
nach dem zweiten Song Dark One war ich völlig überzeugt,
da man es bei DAEMONOLATRIA nicht mit einer x-beliebigen
Black Metal Band zu tun hat, welche einfach nur versucht, irgendwelchen
Vorbildern hinterher zu eifern, sondern der Fünfer schafft
es, eine eigene Atmosphäre zu kreieren.
Gone Up Into Flames auch nur als simplen
Black Metal zu klassifizieren, wäre ebenso falsch. Zwar beruft
man sich im Grundgerüst und mit dem Gesang größtenteils
auf schwarzmetallische Wurzeln, doch wird dieses Gerüst fast
ständig von melodischen Elementen durchzogen, welche mich
sehr an traditionellen Heavy Metal erinnern. Dazu kommen noch
eingängige Hooklines, prägnante Riffs und gefühlvolle
Keyboardpassagen, welche das Album abrunden. Für mich persönlich
würde ich DAEMONOLATRIA als Black Heavy
Metal einordnen und eher in die Ecke mit Bands wie Wizzard stellen,
wobei Gone Up Into Flames doch mehr Black Metal Elemente beinhaltet
als es bei den Finnen der Fall ist.
Wer sich Black Metal mit einer großen Prise Melodie und
Heavy Metal vorstellen kann, ist bei optisch und akustisch sehr
gut produziertem Demo, sehr gut aufgehoben.
Daemonolatria |