DAEMONOLATRIA – Gone Up Into Flames
Eigenproduktion
Release: Mai 2003
Von: Hoschi
Punkte: 8
 

Es ist immer ein klein wenig von Vorteil, wenn man von der zu besprechenden Band noch nie vorher gehört hat, da man einfach völlig objektiv und ohne irgendwelche Erwartungshaltungen an die Sache herangeht. Genauso ging es mir bei der Band DAEMONOLATRIA, welche mit Gone Up Into Flames ihr aktuelles Material vorzuweisen hat.
Und diese 6 Songs (+ Intro und Outro) haben es voll in sich. Schon nach dem zweiten Song Dark One war ich völlig überzeugt, da man es bei DAEMONOLATRIA nicht mit einer x-beliebigen Black Metal Band zu tun hat, welche einfach nur versucht, irgendwelchen Vorbildern hinterher zu eifern, sondern der Fünfer schafft es, eine eigene Atmosphäre zu kreieren.
Gone Up Into Flames auch nur als simplen Black Metal zu klassifizieren, wäre ebenso falsch. Zwar beruft man sich im Grundgerüst und mit dem Gesang größtenteils auf schwarzmetallische Wurzeln, doch wird dieses Gerüst fast ständig von melodischen Elementen durchzogen, welche mich sehr an traditionellen Heavy Metal erinnern. Dazu kommen noch eingängige Hooklines, prägnante Riffs und gefühlvolle Keyboardpassagen, welche das Album abrunden. Für mich persönlich würde ich DAEMONOLATRIA als Black Heavy Metal einordnen und eher in die Ecke mit Bands wie Wizzard stellen, wobei Gone Up Into Flames doch mehr Black Metal Elemente beinhaltet als es bei den Finnen der Fall ist.
Wer sich Black Metal mit einer großen Prise Melodie und Heavy Metal vorstellen kann, ist bei optisch und akustisch sehr gut produziertem Demo, sehr gut aufgehoben.

Daemonolatria