Reißt
die Ohren auf, werft Euch zu Boden und huldigt den Göttern!
Was ich hier in meinen Händen halte ist die neue CHILDREN
OF BODOM. Nun, als Fan der ersten Stunde muss ich sagen,
was unsere finnischen Nachbarn hier abliefern, ist die Creme de
la Creme der Metallmusik. Die fünf Burschen aus dem Land
der tausend Seen entzücken uns mit Dingen, die nicht in Worte
zu fassen sind. Eigentlich dachte ich schon, dass das letzte Album
Follow The Reaper, sei nicht mehr zu
toppen. Doch wie schon so oft in meinem Leben, lag ich auch hier
völlig falsch.
Hate Crew Deathroll ist wohl das bis
jetzt ausgereifteste Album der Band!
Die fette Gitarrenarbeit von Alexander und Alexi treiben mir nicht
nur das Schmalz aus den Ohren, sondern auch eine Gänsehaut
über den Rücken. Melodien über Melodien verstärken
sich von Song zu Song. Der Bass und die Drums tun ihr übriges
hinzu, so dass Herz und Puls knapp 40 min nicht zur Ruhe kommen
können. Der aggressive Gesang von Alexi bringt mich dazu,
meinen ganzen Hass auf diese verfuckte Welt zu entladen. Zum Glück
oder vielleicht auch Pech, sind die Waffengesetze in Deutschland
zu streng. Denn wenn ich jetzt auf die Straße ginge, würde
ich wohl jedem zweiten Wichser seine Rübe weg schießen.
Doch genug von meiner Psyche und zurück zur Musik.
Wen ich fast vergessen hätte, ist Janne an der Tastatur.
So oft ich die Band schon live gesehen habe, hat mich doch niemand
so beeindruckt wie er. Völlig gelangweilt steht dieser Mensch
vor seinem Keyboard und betätigt sein Instrument. Nur dass
dies aber nur so aussieht, denn wenn er spielt gleiten seine Hände
so schnell dahin, dass man nicht die geringste Chance hat, seine
Finger zu erkennen. Mann oder Maschine? Werden wir es jemals erfahren?
Stundenlang saß ich in meinem Kämmerlein und hörte
dieses Meisterwerk immer und immer wieder, um einen eventuellen
Favoriten herauszuhören. Doch ich musste feststellen, dass
es keinen gibt. Jeder Song ist perfekt. Es gibt absolut keine
Schwächen auf diesem Album.
Der Sound ist wie gewohnt, von Spinefarm Records, einfach nur
geil. Auch das Cover passt in das Serienkonzept voll hinein. Wieder
einmal ist der Reaper zu sehen wie er seine bei der Band so beliebte
Sense schwingt. Dieses mal wieder in einem satten Rot.
Ich kann mich noch dunkel an die erste Scheibe Something
Wild erinnern und den Gerüchten, die damals
über die Band aufkamen. Für diejenigen, die diese außerordentliche
Gruppe erst jetzt entdeckt haben, hier eine kleine Aufklärung.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde ihnen damals vorgeworfen,
sie hätten die Scheibe nicht selbst eingespielt, da sie zu
dem Zeitpunkt alle zwischen 17 und 19 Jahren alt waren. Dieses
Gerücht erübrigte sich dann aber auf ihrer Tour und
mit der darauf folgenden CD Hatebreeder.
Mir war das eigentlich schon damals egal. Denn was am Ende wirklich
zählt ist die Musik allein. Und gerade bei dieser Band bedarf
es eigentlich keiner Worte, um ein neues Werk von ihnen zu zerreißen
oder in den Himmel zu loben. Ich finde alle Scheiben von ihnen
sind der absolute Oberhammer und jeder der auf technischen Metal
alla In Flames, Dark Tranquillity, Ebony Tears, Gandalf oder der
ersten Skymnig steht, der sollte sich die Alben unbedingt zulegen.
Sie immer und immer wieder anhören und vor Freude weinen.
Und wer mit mir zusammen weinen will, der sollte sich bei mir
melden. Vielleicht können wir ja irgendwann zusammen auf
die Straße um ….!
Children
Of Bodom |