CHILDREN OF BODOM - Hate Crew Deathroll
Label: Spinefarm
Release: 10.03.2003
Von: Loki
Punkte: 10
 

Reißt die Ohren auf, werft Euch zu Boden und huldigt den Göttern! Was ich hier in meinen Händen halte ist die neue CHILDREN OF BODOM. Nun, als Fan der ersten Stunde muss ich sagen, was unsere finnischen Nachbarn hier abliefern, ist die Creme de la Creme der Metallmusik. Die fünf Burschen aus dem Land der tausend Seen entzücken uns mit Dingen, die nicht in Worte zu fassen sind. Eigentlich dachte ich schon, dass das letzte Album Follow The Reaper, sei nicht mehr zu toppen. Doch wie schon so oft in meinem Leben, lag ich auch hier völlig falsch.
Hate Crew Deathroll ist wohl das bis jetzt ausgereifteste Album der Band!
Die fette Gitarrenarbeit von Alexander und Alexi treiben mir nicht nur das Schmalz aus den Ohren, sondern auch eine Gänsehaut über den Rücken. Melodien über Melodien verstärken sich von Song zu Song. Der Bass und die Drums tun ihr übriges hinzu, so dass Herz und Puls knapp 40 min nicht zur Ruhe kommen können. Der aggressive Gesang von Alexi bringt mich dazu, meinen ganzen Hass auf diese verfuckte Welt zu entladen. Zum Glück oder vielleicht auch Pech, sind die Waffengesetze in Deutschland zu streng. Denn wenn ich jetzt auf die Straße ginge, würde ich wohl jedem zweiten Wichser seine Rübe weg schießen. Doch genug von meiner Psyche und zurück zur Musik.
Wen ich fast vergessen hätte, ist Janne an der Tastatur. So oft ich die Band schon live gesehen habe, hat mich doch niemand so beeindruckt wie er. Völlig gelangweilt steht dieser Mensch vor seinem Keyboard und betätigt sein Instrument. Nur dass dies aber nur so aussieht, denn wenn er spielt gleiten seine Hände so schnell dahin, dass man nicht die geringste Chance hat, seine Finger zu erkennen. Mann oder Maschine? Werden wir es jemals erfahren?
Stundenlang saß ich in meinem Kämmerlein und hörte dieses Meisterwerk immer und immer wieder, um einen eventuellen Favoriten herauszuhören. Doch ich musste feststellen, dass es keinen gibt. Jeder Song ist perfekt. Es gibt absolut keine Schwächen auf diesem Album.
Der Sound ist wie gewohnt, von Spinefarm Records, einfach nur geil. Auch das Cover passt in das Serienkonzept voll hinein. Wieder einmal ist der Reaper zu sehen wie er seine bei der Band so beliebte Sense schwingt. Dieses mal wieder in einem satten Rot.
Ich kann mich noch dunkel an die erste Scheibe Something Wild erinnern und den Gerüchten, die damals über die Band aufkamen. Für diejenigen, die diese außerordentliche Gruppe erst jetzt entdeckt haben, hier eine kleine Aufklärung. Soweit ich mich erinnern kann, wurde ihnen damals vorgeworfen, sie hätten die Scheibe nicht selbst eingespielt, da sie zu dem Zeitpunkt alle zwischen 17 und 19 Jahren alt waren. Dieses Gerücht erübrigte sich dann aber auf ihrer Tour und mit der darauf folgenden CD Hatebreeder. Mir war das eigentlich schon damals egal. Denn was am Ende wirklich zählt ist die Musik allein. Und gerade bei dieser Band bedarf es eigentlich keiner Worte, um ein neues Werk von ihnen zu zerreißen oder in den Himmel zu loben. Ich finde alle Scheiben von ihnen sind der absolute Oberhammer und jeder der auf technischen Metal alla In Flames, Dark Tranquillity, Ebony Tears, Gandalf oder der ersten Skymnig steht, der sollte sich die Alben unbedingt zulegen. Sie immer und immer wieder anhören und vor Freude weinen. Und wer mit mir zusammen weinen will, der sollte sich bei mir melden. Vielleicht können wir ja irgendwann zusammen auf die Straße um ….!

Children Of Bodom