Während
ich die Chance bekomme, einem neuen und erfrischendem Album
zu lauschen, ist CHARON eine Band, die eher
durch ihren melodischen Metal Rock mit Hang zu versteckten Gothic
Betonungen ins Auge fällt. Gitarren und Gesang ergeben
beim ersten Track Failed eine perfekte Mischung aus
Harmonien. Juha-Pekka Leppäluoto’s Gesangsspektrum
passt dabei mehr zum Powerhouse Vocal Stil, vom Klang her betrachtet.
Der Sound von CHARON lässt sich am besten
vergleichen mit Bands wie The 69 Eyes, The Tea Party trifft
Queensryche, aber eben Metal orientiert, wobei Gitarren und
die gesamte instrumentale Aufmachung auf dem neuen Album The
Dying Daylights keinen Beschränkungen unterliegt.
Bei In Brief War entspricht der Gesang mehr einer tiefer
gelegten Version von Geoff Tates Stimme, während Keyboards
und Harmonien die Essenz für eine ungewöhnliche Mischung
beisteuern. Unbreak, Unchain weist mehr Tiefe auf und
kann mit den Gefühl umschrieben werden, etwas gehen zu
lassen und doch festzuhalten, das einmal war. Every Failure
wiederum beginnt mit einem mystischen Ansatz, welcher die Aufmerksamkeit
zunächst auf den Rhythmus lenkt, aber im weiteren Verlauf
sich dem Rest des Album anpasst: tiefe Klänge, die CHARON’s
melodische Seite zeigen und die definitiv nicht als Gothic bezeichnet
werden kann, womit man die Band falsch interpretieren würde.
Abgesehen von aktuellen Line-up Wechseln in der Band wissen
CHARON noch immer, was sie herauszubringen
haben. Die Band ist derzeit auf Tour um The Dying
Daylights zu supporten, was sie wohlbehalten ins
neue Jahr bringen wird. Das Album ist gut und mit viel Raffinesse
produziert worden, was CHARON bald die Türen
auf internationalem Level öffnen sollte. Gute Arbeit! ;)