Das
ist es also, das Zweitwerk der Norweger, nach dessen Hören
„die Dinge mehr Sinn machen werden“, so zumindest
die ein kleines bisschen großgoschert geratene Ankündigung
im Beipackzettel des Promo-Exemplars. Geboten wird technisch
hoch stehend gespielter Black Metal mit durchaus brauchbarer
Produktion, viel traditionsmetallischem Lead-Gefiedel und häufigen
Gitarren-Doppelläufen. Sofort fällt der Gesang auf,
bei dem es sich nicht um das übliche Kreischen handelt,
sondern um eher aus dem Death und Thrash Metal bekannten Gebrüll,
das vermutlich ganz alte Schule sein soll. Mir persönlich
wäre bei diesem Stil ja trotzdem das Gekreisch lieber,
aber bitte – wenigstens mal was anderes. Ob es passt,
ist sowieso Geschmackssache. Das Tempo wird kaum jemals gedrosselt,
was durchaus bemerkenswert ist angesichts der häufigen
technischen und melodischen Schmankerln, durch die auch die
weitgehende Eintönigkeit der Riffs etwas aufgewogen wird.
Auf alle Fälle kann man nicht davon sprechen, dass CELEBRATUM
hier eine sonderlich bösartige Stimmung erzeugen, die Atmosphäre
wirkt eher klinisch bis krank und trotz des dreckigen Gesangs
leicht steril. Letztendlich ist Instinct
ein Album, das zwar nicht stört oder gar negativ auffällt,
alles in allem aber einfach (zumindest an mir), vorbeirauscht,
ohne irgendeine mitreißende Wirkung zu entfalten. Ich
kann auch (nach mittlerweile 4 Durchläufen) nicht behaupten,
dass für mich jetzt irgendetwas mehr Sinn macht als vor
meiner Bekanntschaft mit dem gegenständlichen Album. Aufgrund
der zum Ausdruck kommenden spielerischen Kompetenz dennoch gute
7 Punkte.