AXAMENTA - Codex Barathri

Label: LSP Company

Release: 25.03.2002

Von: Psycho

Punkte: 7,5

Sehr episch steigen sie in ihre Debüt-CD ein, die fünf Mannen aus Belgien, von denen ich ehrlich gesagt vorher noch nie etwas gehört habe. Macht aber nix, denn so können wir uns ganz unvoreingenommen auf die Musik konzentrieren.

Da gibt es hier nämlich eine durchaus interessante Band zu ent- decken. Ok, mit ihrem melodischen Black Metal erfinden sie das Rad nicht gerade neu, aber man muß AXAMENTA zu Gute halten, daß sie mit viel Spielfreude an die Sache herangehen, auch vor noch ungehörten Stileinflüssen nicht zurückschrecken und so ein sehr homogenes Album zusammengezimmert haben. Diese verschiedenen Elemente erstrecken sich von den Standards (CRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR) auch in diverse Death und Heavy Metal-Bereiche, aber das ich mich manchmal von der Atmosphäre her an BLIND GUARDIAN erinnert gefühlt habe war dann schon überraschend.

Abwechslung wird folglich groß geschrieben, auch was den Gesang, die Gitarren und das Drumming angeht. Zum Glück begehen AXAMENTA nicht den Fehler und kleistern ihre Songs total zu, sondern verfolgen bei aller Varianz immer eine klare Linie, was Codex Barathri ausgesprochen gut hörbar macht.
Allerdings hat die Sache auch einen Nachteil: es fehlen 2-3 Stücke, die sich wirklich vom Rest der Songs abheben. So hat Codex Barathri zwar ein sehr konstantes Niveau, aber man vermisst eben den einen oder anderen absoluten Kracher, der die Scheibe wirklich rund gemacht hätte. Deswegen ist auch völlig unerheblich, ob man sich nun z.B. Beyond the Haunting, Godsman oder Liber Daemonis als Anspieltipp herauspickt.

Insgesamt eine durchaus gelungene Sache also, aus der bei kontinuierlicher Arbeit wirklich noch was Goßes werden kann. Das Potential ist bei AXAMENTA auf jeden Fall vorhanden!

Axamenta