Als der
Death Metal Ende der 80'er bzw. Anfang der 90'er seine Finger
in alle Welt ausstreckte, befingerte er auch Spaniens wunderschöne
Hauptstadt Madrid und so kam im Jahre 1991 ein junger Militärdienstleistender
auf die Idee auch ordentlich Krach zu machen, seine Stimmbänder
zu vergewaltigen und von Ereignissen zu 'singen' die beispielsweise
nicht beim Mittagessen erzählt werden sollten. Dementsprechend
auch sein Künstlername 'Dave Rotten'.
So erblickte im Folgejahr das Demo Embalmed In Blood
der Band AVULSED das Licht der Welt, woraufhin
bis zur aktuellen Scheibe noch ein gutes Dutzend Silberlinge
auf den verschiedensten Labels erschienen. Über die slowakischen
Metal Age konnten sie nun ihr neustes Death Metal Geballer namens
Gorespattered Suicide veröffentlichen,
welches von niemand geringerem als Erik Rutan (Hate Eternal
und auch einst bei Morbid Angel vertreten) in seinen Mana Studios
in Florida abgemischt wurde.
Das Cover bleibt mir etwas unerklärlich, es sieht irgendwie
nach einem missglückten Dreier aus... vielleicht soll es
aber auch nur darauf hinweisen, dass jede zweite Frau böse
ist.
Laut bandeigener Beschreibung ist Gorespattered
Suicide das brutalste, aggressivste sowie intensivste
Album, da ich die Vorgänger allerdings nicht kenne (Schande
über mich) kann ich nicht sagen ob eine musikalische Steigerung
vorliegt, an Intensität mangelt es jedoch nicht. AVULSED
machen zwar nichts Neues, sie sind weder die schnellsten noch
die brutalsten, aber haben es dennoch geschafft, 12 Death Metal
Hammer abzuliefern, welche die nötige Energie und das richtige
Feeling vermitteln können, um nicht monoton oder kopiert
zu klingen, sondern richtig Spaß machen, währendem
sie einem das Hirn zu Matsch prügeln!
Eine dreiviertel Stunde lang wird geknüppelt, gemetzelt,
gegrunzt und teils auch gequiekt, in beinahe jedem Track verfeinern
hervorragende Gitarrensolos die ganzen Schauermärchen,
zum Beispiel Infernal Haemorrhoids. Generell ist die
Gitarrenarbeit auf diesem Album ausgezeichnet, die Grunts tief
und bösartig, einzig und allein das Schlagzeug ist zu leise
um noch ordentlich reinzuhauen.
Abschließend ertönt noch ein altbekannter Klang,
nur in einer etwas veränderten Vision, denn zusätzlich
haben die Metzger aus Spanien noch ihre eigene Version des Motörhead
Klassikers Ace Of Spades draufgepackt. Das ist zwar
auch nichts Originelles, aber durchaus gut gelungen.
Für Genre Freaks und Liebhaber des brutalen Todesgemetzel
ist AVULSED mit Gorespattered Suicide
garantiert ein Leckerbissen.