AVULSED – Gorespattered Suicide

 
Label: Metal Age Production
Release: 15.12.2004
Von: Robert
Punkte: 7,5 /10
Time: 44:48
Stil: Brutal Death Metal
URL: Avulsed
 

Als der Death Metal Ende der 80'er bzw. Anfang der 90'er seine Finger in alle Welt ausstreckte, befingerte er auch Spaniens wunderschöne Hauptstadt Madrid und so kam im Jahre 1991 ein junger Militärdienstleistender auf die Idee auch ordentlich Krach zu machen, seine Stimmbänder zu vergewaltigen und von Ereignissen zu 'singen' die beispielsweise nicht beim Mittagessen erzählt werden sollten. Dementsprechend auch sein Künstlername 'Dave Rotten'.
So erblickte im Folgejahr das Demo Embalmed In Blood der Band AVULSED das Licht der Welt, woraufhin bis zur aktuellen Scheibe noch ein gutes Dutzend Silberlinge auf den verschiedensten Labels erschienen. Über die slowakischen Metal Age konnten sie nun ihr neustes Death Metal Geballer namens Gorespattered Suicide veröffentlichen, welches von niemand geringerem als Erik Rutan (Hate Eternal und auch einst bei Morbid Angel vertreten) in seinen Mana Studios in Florida abgemischt wurde.
Das Cover bleibt mir etwas unerklärlich, es sieht irgendwie nach einem missglückten Dreier aus... vielleicht soll es aber auch nur darauf hinweisen, dass jede zweite Frau böse ist.
Laut bandeigener Beschreibung ist Gorespattered Suicide das brutalste, aggressivste sowie intensivste Album, da ich die Vorgänger allerdings nicht kenne (Schande über mich) kann ich nicht sagen ob eine musikalische Steigerung vorliegt, an Intensität mangelt es jedoch nicht. AVULSED machen zwar nichts Neues, sie sind weder die schnellsten noch die brutalsten, aber haben es dennoch geschafft, 12 Death Metal Hammer abzuliefern, welche die nötige Energie und das richtige Feeling vermitteln können, um nicht monoton oder kopiert zu klingen, sondern richtig Spaß machen, währendem sie einem das Hirn zu Matsch prügeln!
Eine dreiviertel Stunde lang wird geknüppelt, gemetzelt, gegrunzt und teils auch gequiekt, in beinahe jedem Track verfeinern hervorragende Gitarrensolos die ganzen Schauermärchen, zum Beispiel Infernal Haemorrhoids. Generell ist die Gitarrenarbeit auf diesem Album ausgezeichnet, die Grunts tief und bösartig, einzig und allein das Schlagzeug ist zu leise um noch ordentlich reinzuhauen.
Abschließend ertönt noch ein altbekannter Klang, nur in einer etwas veränderten Vision, denn zusätzlich haben die Metzger aus Spanien noch ihre eigene Version des Motörhead Klassikers Ace Of Spades draufgepackt. Das ist zwar auch nichts Originelles, aber durchaus gut gelungen.
Für Genre Freaks und Liebhaber des brutalen Todesgemetzel ist AVULSED mit Gorespattered Suicide garantiert ein Leckerbissen.