AUTUMNAL REAPER – Rise Of The Raging Death

 
Label: Apollon Records
Release: 10.11.2009
Von: Stormlord
Punkte: 7.5/10
Time: 44:00
Stil: Death/Black Metal
URL: Autumnal Reaper
 
AUTUMNAL REAPER verstehen es hervorragend, eine dunkle und unheimliche Stimmung zu erzeugen, dass es dem Hörer eiskalt den Rücken hinunter läuft. Morbid Angel oder Vital Remains seien hier nur als Anhaltspunkte genannt. Das liegt sicherlich an der morbiden Stimme von Sänger Royy Vermeulen, der seine Texte wie in einer schwarzen Messe zelebriert und predigt.
Hinzu kommt, dass die Band die Geschwindigkeit gut variiert und nicht nur stur auf bloßes Geholze setzt. Zur düsteren Atmosphäre passt es wie die Faust aufs Auge, dass ein gewisser Mike Browning seine Spuren auf Rise Of The Raging Death hinterlässt. Der von Nocturnus oder Morbid Angel bekannte Keyboarder steuert einige Tastentöne bei und wertet so etwa das wütende Chambers Of Infinite Madness weiter auf. Mir gefallen die flüssigen Taktwechsel ebenso wie die nach vorne treibenden Doublebass-Einlagen, die effektiv eingestreut werden und nicht durchgehend vorherrschen.
Zwischendurch klingen AUTUMNAL REAPER zwar ein bisschen unspektakulär - wie beispielsweise beim kurzen Brecher Realms Of Gold, Inhabitants Of Greed - doch sie gehen hernach wieder differenzierter zu Werke und geben sich während des Stückes Guilty Of Divinity epischer und mächtiger. Beim Titelstück Rise Of The Raging Death bauen AUTUMNAL REAPER nach ein paar Minuten Prügelei einen herrlich schleppenden Teil ein, was der Abwechslung sehr zugute kommt und selige Erinnerungen an Where The Slime Live (Morbid Angel) hervorruft.
Doppelläufige Gitarren zieren das schnelle Ex Mortis, bevor es in machtvollem Stil mit The Bodiless zuerst recht zähflüssig, dann ständig steigernd dem Ende einer stimmungsvollen Scheibe entgegen geht.