ATRAS CINERIS – Monolith

 
Label: ARTicaz
Release: 22.02.2008
Von: Stormlord
Punkte: 5/10
Time: 46:34
Stil: Black Metal
URL: Atras Cineris
 
Die ersten Sequenzen von Monolith werden von einer flüsternden Stimme geprägt, doch danach ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Den größten Teil dieser Veröffentlichung dominiert die schiere Aggression - Black Metal ohne jegliche Kompromisse, harsche Vocals und ein paar wenige Melodien im Hintergrund. Die kontinuierliche Hochgeschwindigkeit wird nur von vereinzelten moderaten Elementen durchbrochen, die auch dringend notwendig sind, um Langeweile zu vermeiden.

Während des ersten Hördurchgangs bekam ich von den partiell vorhandenen Finessen in der Musik von ATRAS CINERIS so gut wie gar nichts mit. Oberflächlich betrachtet, rauscht dieser Monolith ohne Höhepunkte an mir vorbei, einfach aggressiv, aber zu eintönig. Bei genauerem Hinhören entwickeln die Melodien aber einen dreckigen Charme. Trotzdem lassen die Lieder keinerlei Überraschungen zu, herausragende Teile fehlen meist. So bleibt leider wenig bis gar nichts im Langzeitgedächtnis hängen. Auch der Sound kommt zu schwachbrüstig daher, die scheppernde Produktion nimmt den Gitarren und dem Schlagzeug die Durchschlagskraft. ATRAS CINERIS schaffen es während der doch teils sehr ausufernden Stücke nicht, die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten, manche Riffs hätten besser ausgearbeitet werden können. Zusätzlich ist die schwer bis unmöglich zu verstehende Stimme ein Minuspunkt. Das Stück Requiem Der Nacht empfinde ich noch als am besten gelungen, denn die Band erschafft in diesem Fall eine unheimliche Stimmung; und trotzdem, der Musik geht auch in diesem Fall das gewisse Etwas ab. Einige schleppende und dadurch kontrastreiche Teile lockern die Komposition auf – meiner Meinung nach sollte die Band in dieser Richtung mehrere Akzente setzen.

Im Großen und Ganzen versucht Monolith ein monumentales Stück Musik zu sein, aber die Zutaten sind zu wenig würzig, um den Hörer vollends zu fesseln. Wie schon weiter oben erwähnt, ist die Abwechslung in manchen Liedern schon vorhanden, aber die Musik braucht schlicht und einfach mehrere Überraschungselemente, um herausragend zu sein. Leider ist der Wiedererkennungswert sehr gering, doch gerade dieser Aspekt wäre bei der riesigen Konkurrenz im Black Metal wichtig.