Nach dem beschaulichen Intro kracht es gewaltig im Gebälk, denn ATOMWINTER werfen beim Titelstück Catacombs die ratternde Groovemaschine an und holzen effektiv alles in Grund und Boden. Geradeheraus und ein wenig stumpf, wohl aber ungemein brachial walzt das Stück im gehobenen Tempo dahin, nimmt kurz die Fahrt heraus, damit der Hörer ganz kurz nach Luft schnappen kann, bevor das Inferno erneut losbricht. Tiefe Growls, ein fetter Sound und griffige Riffs lassen das Herz des Old-School-Liebhabers höher schlagen.
Doch nicht nur Vollgas und mitten rein in die Eingeweide funktioniert prächtig, auch mit ratterndem Mid-Tempo und schleifenden Rhythmen erreichen die Musiker die Nackenmuskeln; im Falle von Sadistic Intent kommt diese Taktik gegen Ende zum Einsatz, wenn tödlich langsam radierende Takte verbrannte Erde hinterlassen. Zum Glück lassen die Herren auch bei Ancient Rites kurzzeitig die Zügel schleifen - allerdings nur tempomäßig wohlgemerkt – und verleihen so den blitzschnellen Eruptionen noch mehr Durchschlagskraft.
Die Mischung aus hackendem Speed und heftigen Schleifsteinrhythmen wirbelt eine Menge Staub auf und macht Gathering Of The Undead zu einer akustischen Abrissbirne, ehe Carved In Stone mit höllischen Blasts direkt und kompromisslos absolut ohne Umschweife und variationsärmer auf den Punkt kommt. Bei Necromancer bleibt der herausgebellte Refrain im Ohr, Morbid Lies animiert mit coolen Headbangerrhythmen die Nackenmuskeln und lässt den Propeller rotieren. Das abschließende Funeral Of Flesh klingt richtig fies, wie ein räudiger Bastard, gefüttert mit schwedischer Ursuppe und getränkt in Disbelief'scher Verzweiflung.
Auf technische Gustostückerl oder Experimente pfeifen ATOMWINTER, sie überzeugen lieber mit jeder Menge Blasts und gekonnt eingestreuter, zäh herandonnernder Langsamkeit, um der alten Schule zu huldigen!