ASTERIUS – Fragments Of Singularity
Label: Cruz Del Sur
Release: 22.10.2003
Von: Hoschi
Punkte: 7,5
 

Wohl genauso ungewöhnlich wie der Albumtitel Fragments Of Singularity ist auch die Musik des offiziellen Debüts von ASTERIUS. Nachdem sie 1999 mit ihrem Debüt As Descendants Of Stars... und u.a. mit ihrer Show beim Summerbreeze auf sich aufmerksam machen konnten, haben sie es 2003 geschafft ihr Debüt über das neue Label Cruz Del Sur Music zu veröffentlichen.
Was sie dabei auf Fragments Of Singularity bieten ist dabei alles andere als Alltagsware, allerdings auch alles andere als leicht verdaulich. Gesanglich bedient man sich einer rauhen, growlenden Stimme, welche die ganze Geschichte ins Death Metal Genre drängt, während es aber noch eine klare Gesangsstimme als Kontrast gibt, welche eher eine Nähe an Power oder Progressive Metal bringt und mich stark an Nevermore erinnert. Musikalisch erinnern mich ASTERIUS eher etwas an eine Mischung aus Gothic Metal und melodischem Death Metal. Man legt immer wert auf Melodien und vermeidet es, in wilde Prügelorgien auszuufern. Dabei muss man aber auch sehen, dass sie kaum ein Riff oder eine Melodie länger wiederholen, sondern die ganzen Songs sind von ziemlich vielen Breaks durchzogen, welche die Eingängigkeit der Songs förmlich pulverisieren. Trotzdem sind die Songs auf einem sehr hohen Niveau und erinnern mich hin und wieder etwas an Into Eternity, obwohl diese Komplexität und Eingängigkeit besser unter einen Hut bringen. Das Songwriting und die Fähigkeiten von ASTERIUS sind ohne Frage unbestritten, doch können die Songs bei mir in dieser Art nicht so richtig zünden. Die CD ist ganz nett und interessant, doch die Gradwanderung zwischen Anspruch und Eingängigkeit haben sie für mich nicht geschafft.
Nichtsdestotrotz ist Fragments Of Singularity ein gutes Album, welches jedem, der von Einheitsbrei die Schnauze voll hat durchaus gut reinlaufen sollte.

Asterius