ASMODEUS – Imperium Damnatum

 
Label: Twilight
Release: 31.03.2006
Von: Polsi
Punkte: 8.5/10
Time: 41:08
Stil: Black Metal
URL: Asmodeus
 
Als eine von Österreichs dienstältesten Black Metal-Bands treiben ASMODEUS nun schon seit sieben Jahren ihr Unwesen, und scheinbar scheinen die Mühen ihrer Arbeit nun auch langsam Früchte zu tragen. Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums Imperium Damnatum über Twilight Productions kamen auch einige Tourdates mit Dark Funeral und Naglfar einher, wovon so einige ähnlich geartete Bands nur träumen dürften.
An der musikalischen Ausrichtung hat sich nur wenig geändert, denn ASMODEUS widmen sich noch immer dem absolut kompromisslosen Überschall-Black Metal. Mit Blastbeats und Uptempo-Parts wird nicht gespart, gemäßigter Passagen sind eher Mangelware. Obwohl dies von vielen als Hauptkritikpunkt dieser Band angeführt wird, bin ich da ein wenig anderer Meinung. Es gibt bereits genügend Bands, die versuchen, ein Maximum an Abwechslung in ihre Songs einzubringen und am Ende keineswegs originell klingen, sondern wegen totaler Überladung der Songs eher einen inkonsequenten und zerrissenen Eindruck hinterlassen. Da kann es nicht schaden, wenn es Bands wie ASMODEUS gibt, die sich auf ihre wahren Stärken besinnen und diese exzessiv ausleben. Im Falle dieser Gruppe bedeutet das eben, wirklich schnell zu spielen und langsame, bzw. ruhigere Parts eher der Atmosphäre wegen einzubauen. Natürlich muss man damit rechnen, dass die ewigen Dark Funeral-Vergleiche nicht aufhören werden, doch jetzt mal im Ernst – es gibt wahrlich schlimmeres, oder?
Was Songs wie Decretum Executionis oder Inciting The Rebellion auszeichnet, ist ihre überaus düstere und bedrohliche Stimmung, die auch auf die Produktion zurückzuführen ist. Zwar kann es teilweise ein wenig schwer fallen, bei all der Raserei, die Riffs und Tonfolgen genau herauszuhören, doch dafür unterstützt der dichte Sound die Gesamtwirkung des Albums.
Außerdem scheinen ASMODEUS ein geschicktes Händchen für kleinere Details zu haben, so dass die Stücke trotz ihrer Ähnlichkeit nicht langweilig werden. Morbide Leadmelodien hier, unverzerrte Gitarren dort, darüber eine Schicht wütender Schwärze. Nein, mit diesem Album kann kaum ein Genre-Fan etwas falsch machen!